Deutsche Bank schafft im zweiten Quartal Minigewinn

27. Juli 2016, 08:06
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Gewinn von 20 Millionen Euro, Analystenerwartungen deutlich übertroffen – Handelsgeschäft brach ein

Frankfurt – Die mitten in der Sanierung steckende Deutsche Bank hat sich im zweiten Quartal mit Mühe in den schwarzen Zahlen gehalten. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 20 Millionen Euro, wie Deutschlands größtes Geldhaus am Mittwoch mitteilte. Befragte Analysten hatten im Schnitt einen Verlust von rund 100 Millionen Euro vorhergesagt. Vor einem Jahr stand noch ein Gewinn von gut 800 Millionen zu Buche.

Bremsspuren gibt es weiterhin im Tagesgeschäft. Die Erträge waren in allen Konzernsparten rückläufig – außer bei der zum Verkauf stehenden Postbank. Am größten war der Einbruch im wichtigen Wertpapierhandel, wo die Deutsche Bank von ihren US-Rivalen zunehmend abgehängt wird. Hier gingen die Erträge um fast 30 Prozent zurück. Vorstandschef John Cryan erklärte, der anhaltende Umbau der Bank schlägt sich in den Ergebnissen wider. Er warnte allerdings auch: "Sollte das derzeit schwache wirtschaftliche Umfeld anhalten, müssen wir bei Geschwindigkeit und Intensität unseres Umbaus noch ehrgeiziger werden." (APA, 27.7.2016)

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