Donaufestwochen: Barock und mehr

26. Juli 2016, 17:21
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Im Strudengau tritt wieder alte Musik in den Dialog mit den Klängen der Moderne

Am Freitag startet die 22. Auflage der Donaufestwochen im Strudengau. Dort, im Donautal des östlichen Mühlviertels und westlichen Niederösterreichs, steht alte Musik im Mittelpunkt, die mit Klängen der Moderne in einen Dialog tritt. Das Schloss Greinburg ist Schauplatz von Opernaufführungen, an anderen Orten geht die Konzertreihe über die Bühne. Tradition ist es, dass die Donaufestwochen von heimischen Autoren mit einer Festrede eröffnet werden: Heuer übernimmt das der Wiener Doron Rabinovici.

Für den musikalischen Rahmen sorgt das Ensemble London Baroque, das von der österreichischen Violinistin Ingrid Seifert mitbegründet wurde und seit 40 Jahren barocke Kammermusik interpretiert. Diesmal mit Unterstützung der Sopranistin Hannah Medlam Werke von Georg Friedrich Händel, Francesco Geminiani und Henry Purcell.

Am Samstag widmen sich die Sopranistin Cornelia Horak und das Trio Les roses sauvages Komponistinnen aus dem italienischen Frühbarock, dem Wien des 18. Jahrhunderts und der Gegenwart: etwa Werken von Barbara Strozzi, Isabella Leonarda, Rosa Giacinta Badalla, Margherita Grimani und Camilla de Rossi. In Kontrast mit dem italienischen und Wiener Frühbarock tritt eine zeitgenössische Uraufführung von Margareta Ferek-Petric.

In den 1950er- und 1960er-Jahren stieg Anton Heiller zum international renommierten Organisten, Komponisten und Dirigenten auf. Dies ist Anlass für eine Hommage, die Organistin Silva Manfrè, Violonist Florian Wieninger und das Vokalensemble 15.21 am Sonntag in der Stifts kirche Waldhausen Heiller widmen: Im Programm findet neben italienischer Renaissance und Barockmusik Heillers Leidenschaft für die Neue Musik in einer Uraufführung des Niederösterreichers Johannes Kerschner hörbaren Niederschlag. (dog, 26.7.2016)

29. 7. – 15. 8., Grein, Schloss Greinburg, Stift Ardagger u. a. Orte. 20.00

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