Sommergespräch mit Frank Stronach: Endlich Wahrheit

26. Juli 2016, 16:32
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Der wahre Frank hat nicht nur einen Weltkonzern gebaut, er plagte ihn auch Sorge um den Planeten

Es gibt nur einen Frank Stronach; alle anderen sind nur hinterhältige Medienfiktion. Frank hat einen Weltkonzern gebaut und in der Heimat nur Gutes bewirkt. Der Fiktive hingegen beherrscht seine Muttersprache nur schwammig und erklärt die Welt so seltsam, dass die Frage aufkommt, wie so jemand einen Weltkonzern bauen konnte. Auch wird ihm unterstellt, eine Partei gegründet zu haben, die seinen Namen trägt.

Dieser fiktive Frank ist eine Kränkung. Im ORF-Sommergespräch will also die Gelegenheit genutzt werden, für den echten Frank Wahrheit zu schaffen. Er hat ja einen Weltkonzern gebaut, in Österreich Arbeitsplätze – lassen Sie mich ausreden! – geschaffen! Susanne Schnabl, die Frank eh sympathisch findet, obwohl auch sie Teil des feindlichen Systems ist, will justament von dieser Frank-Fiktion nicht lassen. Beharrlich stellt sie Fragen zur Partei, die Franks Namen trägt. Ja, Frank, der Wahre, ist enttäuscht, hat Fehler gemacht, und nicht alle will er auf den Fiktiven abwälzen. Ja, es war seine Partei, ging halt schief.

Der wahre Frank hat nicht nur einen Weltkonzern gebaut, er plagte ihn auch Sorge um den Planeten! Wie wird die Erde in 1000 Jahren dastehen? Brennende Fragen, Frau Schnabl, was quälen Sie mich mit Details! Von ihm aus hat das Parlament 183 Abgeordnete und nicht, wie er dachte, 300. Jedenfalls sollte der Bundespräsident vom Volk gewählt werden. Dafür ist der wahre Frank!

Analytiker Peter Filzmaier wirkte in der ZiB 2 aufgewühlt. "Die Wähler wurden weniger, je mehr Stronach auftrat", sprach er. Außerdem nutzte er Worte wie "Quatsch" und "wirr." Er kann jedoch, da war sich der Frank, der Wahre, sicher, nur den Fiktiven gemeint haben. (Ljubiša Tošić, 26.7.2016)

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    foto: orf/günther pichlkostner
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