ESA und Roskosmos suchen nach Leben auf dem Mars

27. Juli 2016, 09:40
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Forschungssatellit Trace Gas Orbiter und Testlandemodul "Schiaparelli" auf dem Weg zum Roten Planeten

Paris/Moskau – Mit dem Forschungsprogramm ExoMars vertiefen die europäische Raumfahrtagentur ESA und ihr russischer Partner Roskosmos die Suche nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten. Sie wollen dem Nachbarplaneten der Erde Geheimnisse mit einer Reihe von Spezialinstrumenten entlocken. Dafür investiert die ESA mehr als 1,3 Milliarden Euro, Roskosmos legt Schätzungen zufolge eine weitere Milliarde drauf.

In einem ersten Schritt waren am 14. März der Forschungssatellit Trace Gas Orbiter (TGO) und das Testlandemodul Schiaparelli vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Mehr als die Hälfte der mehr als 200 Tage langen und fast 500 Millionen Kilometer weiten Reise zum Mars haben sie seitdem zurückgelegt.

Eis und Atmosphäre im Visier

Der TGO soll unter anderem die Atmosphäre analysieren und bis mindestens 2022 um den Mars kreisen. Zudem sucht der TGO mit einem Neutronendetektor nach Eis unter der Oberfläche.

Schiaparelli soll am 19. Oktober auf dem Roten Planeten aufsetzen. Es wäre die erste erfolgreiche Landung der ESA auf dem Mars. Damit will die Raumfahrtagentur Erfahrung sammeln für die geplante Landung eines Rovers. Der Start von ExoMars II wurde jedoch um zwei Jahre auf 2020 verschoben. Der Rover hat einen zwei Meter langen Bohrer, mit dem er tiefer in den Mars-Boden eindringen kann als frühere Geräte. (APA, 30.7.2016)

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