Falsche Infos: Deutsche Behörde verbietet Navis auf Autobahnteil

26. Juli 2016, 14:06
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Am sogenannten Leonberger Dreieck in Baden-Württemberg zeigen Navis regelmäßig falsche Hinweise

Falschinformationen durch Navis sind für eine Reihe teils tödlicher Unfälle am sogenannten Leonberger Dreieck in Baden-Württemberg verantwortlich. Die Geräte zeigen Autofahrern fälschlicherweise an, dass nur die linke Spur nach München führt. Tatsächlich können aber alle drei Spuren benutzt werden. Das führte dazu, dass in der Vergangenheit viele Autofahrer abrupt nach links lenkten, dabei kam es auch zu einigen Unfällen. "Täglich reißen hunderte Auto- und LKW-Fahrer im letzten Moment ihr Steuer nach links und ignorieren die durchgezogene, gelbe Fahrbahnmarkierung", schreibt der SWR.

Beschilderung folgen

Jetzt hat das Regierungspräsidium Stuttgart mit einem Navi-Verbot reagiert. Reisende müssen ihr Gerät ignorieren und der Straßenbeschilderung folgen. Probleme mit Navis sind nicht neu. Immer wieder sorgen etwa veraltete Datenbanken für Frust. Der ÖAMTC empfiehlt, nicht "blind auf das Navi" zu vertrauen und das Gerät regelmäßig zu aktualisieren. Außerdem sollen Fehler unbedingt an den Kartenhersteller gemeldet werden.

Autonome Autos

Korrekte Daten über die Fahrumgebung sind auch für autonom fahrende Autos die größte Hürde. Deshalb investieren Autobauer auch massiv in Kartendienste wie beispielsweise "Here", das von einem Konsortium an Herstellern von Nokia übernommen wurde. Wer sieht, wie ein Navi-Fehler für zahlreiche Unfälle sorgt, weiß dann wohl, dass es bis zum selbstlenkenden Auto noch ein weiter Weg ist. (red, 26.7.2016)

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SWR

ÖAMTC

  • Verlassen sich Fahrer zu sehr aufs Navi, kann das drastische Konsequenzen haben
    foto: apa/fohringer

    Verlassen sich Fahrer zu sehr aufs Navi, kann das drastische Konsequenzen haben

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