Tinder für "Pokémon Go": Erste Dating-Portale für Monsterjäger gestartet

26. Juli 2016, 11:59
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Pokématch, Pokédates und Pokédate sollen die Suche nach einem Partner mit gemeinsamen Interessen erleichtern

Der Hype um "Pokémon Go", das mittlerweile über 75 Millionen Mal aus den Appstores von Apple und Google heruntergeladen worden sein soll, breitet sich zunehmend in unterschiedliche Branchen aus. Verschiedene Gastronomen machen sich mittlerweile die sogenannten "Pokéstops" zunutze, um Laufkundschaft anzulocken, andere Unternehmen locken mit Rabatten für eifrige Monsterjäger.

Auch ins Dating-Business ist die bunte Monsterschar nun vorgedrungen. Gleich drei Plattformen versprechen, Spieler bei der Suche nach einem Partner zu unterstützen: "Pokématch", "Pokédates" und "Pokédate".

Tinder-Klon

Ersteres ist eine Smartphone-App für iOS und Android. Sie funktioniert im Wesentlichen nach dem Prinzip des bekannten Dating-Tools Tinder. Nutzer können sich anhand ihrer Filterkriterien – neben Alter und Geschlecht kann hier auch das gewählte Team in "Pokémon Go" angegeben werden – andere Teilnehmer aus der Umgebung anzeigen lassen. Nach Beschau von Profilfoto und Beschreibung wird per Wischgeste Interesse oder Ablehnung signalisiert.

Das Gegenüber wird über diese Entscheidung allerdings nicht informiert. Das eigene Profil wird in dessen Auswahl allerdings auch eingeblendet. "Liken" sich zwei Nutzer gegenseitig, setzt sie Pokématch per Chat in Kontakt. Ab dann ist es den Nutzern überlassen, mehr aus ihrem "Match" zu machen und sich für gemeinsame Monsterjagden und mehr zu verabreden. Nutzer ohne Dating-Absichten können auch explizit nur nach Freunden oder Spielpartnern suchen.

Die Betreiber erklären, dass ihre App kostenfrei nutzbar ist. Bereits mehr als 10.000 Mal sollen Nutzer bereits auf diesem Weg in Kontakt gekommen sein. Umgesetzt wurde die App von drei Entwicklern in nur drei Tagen, berichtet Forbes.

cbs los angeles

"Pokédates" mit manueller Vermittlung

Einen anderen Weg geht die Seite Pokédates. Diese bietet ein Vermittlungsportal, in dem Nutzer ihre Suchkriterien festlegen und anschließend einige Fragen über sich selbst und ihre gewünschten Partner beantworten.

Anschließend können sie angeben, wann sie Zeit für ein Treffen hätten. Mitarbeiter der Seite suchen anschließend nach passenden "Treffern" und verschicken an die beiden Nutzer eine E-Mail mit Details zum Gegenüber, sowie Zeit und Ort für ein erstes Treffen – üblicherweise ein nahe gelegener "Pokéstop" oder eine Arena.

Dies ist beim ersten Mal kostenlos, jedes weitere vermittelte Treffen schlägt jedoch mit 20 Dollar zu Buche. Im Moment wird dieser Service allerdings nur in den USA angeboten, eine internationale Ausweitung ist aber in Planung.

Der Dienst basiert auf Project Fixup. Das Grundgerüst dieser regulären Dating-Seite wurde um ein neues Design und "Pokémon Go"-spezifische Suchkriterien ergänzt. Über den Teilnehmerstand machen die Betreiber keine Angaben. Verraten wurde lediglich, dass sich in den ersten Stunden nach dem Start schon über 2.500 Nutzer registriert haben sollen.

"Pokédate"

Ein zweites Projekt operiert unter dem fast identen Namen Pokédate und läuft direkt unter einer entsprechenden Domain. Hier handelt es sich um eine Dating-Plattform nach klassischem Muster. Nutzer legen Profile an und können, basierend auf ihren Vorstellungen, in der Kartei der Teilnehmer stöbern.

Bereitgestellt wird die mäßig professionell wirkende Seite offenbar von einer Einzelperson, die über eine Gmail-Adresse kontaktiert werden kann. Mit welchen Datenschutzbedingungen operiert wird, ist unklar. Denn diese sind weder auf der Startseite, noch beim Registrierungsformular auffindbar. (gpi, 26.07.2016)

  • "Pokématch" ist ein Tinder-Klon für "Pokémon Go"-Spieler.
    foto: pokematch

    "Pokématch" ist ein Tinder-Klon für "Pokémon Go"-Spieler.

  • "Pokédates" setzt auf händische Vermittlung.
    foto: pokedates

    "Pokédates" setzt auf händische Vermittlung.

  • "Pokédate" präsentiert sich wiederum als klassisches Datingportal.
    foto: pokedate

    "Pokédate" präsentiert sich wiederum als klassisches Datingportal.

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