Studie: Zuwanderung bereitet zwei Dritteln der Österreicher größte Sorge

26. Juli 2016, 12:43
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83 der Deutschen und 66 Prozent der Österreicher sehen Integration als drängendste Aufgabe an

Nürnberg – Das Migrationsproblem beschäftigt Deutsche und Österreicher im internationalen Vergleich besonders stark. 83 Prozent der Deutschen und 66 Prozent der Österreicher sehen die Integration von Flüchtlingen und Migranten als drängendste Aufgabe an, geht aus der Studie "Challenges of the Nations 2016" des GfK-Vereins in Nürnberg hervor, die in 23 Ländern durchgeführt wurde.

In der Schweiz und Schweden sehen demnach jeweils 50 Prozent der Befragten die Zuwanderung als größte Herausforderung an. Die Teilnehmer konnten selbst die Themen nennen, es gab keine vorgefertigten Antwortmöglichkeiten. Von den Deutschen, die Migration als größte Aufgabe nannten, sprach sich jeder Fünfte gegen weitere Zuwanderung aus. Studienautor Ronald Frank sieht eine klare Arbeitsanweisung an die Politik. Die Menschen würden erwarten, dass etwas getan wird, um der Situation Herr zu werden, sagte er der "Welt".

Wert verdoppelt

Die internationale Studie wird seit 1992 jährlich erhoben. Im Vorjahr gaben noch 35 Prozent der Befragten aus Deutschland Migration als wichtigste Herausforderung an – der bis dahin höchste Wert. Nun hat er sich noch einmal mehr als verdoppelt.

Armut und Arbeitslosigkeit auf weiteren Plätzen

Alle anderen Probleme wurden in Deutschland als weniger dringlich bewertet. Die Zuwanderungsthematik verdränge alle anderen Themen, so Studienleiter Frank. Auf Platz zwei folgt zwar das Thema Arbeitslosigkeit, es wurde aber nur von 13 Prozent angegeben. Im Vorjahr tat dies noch mehr als ein Fünftel.

In der aktuellen Umfrage nennen ein Zehntel der Bevölkerung Armut, soziale Sicherung sowie die Preis- und Kaufkraftentwicklung als drängende Probleme. (APA/red, 26.7.2016)

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