Telekomkonzern Orange sieht sich auf Kurs

26. Juli 2016, 10:29
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Umsatz stieg im zweiten Quartal um 1,9 Prozent auf 10,1 Mrd. Euro

Der französische Telekomkonzern Orange sieht sich nach dem zweiten Quartal auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Im Zeitraum April bis Ende Juni hat der Konzern wie schon im ersten Quartal vor allem vom anziehenden Geschäft im spanischen Markt profitiert und das schwächelnde Mobil-Geschäft im Heimatmarkt damit aufgefangen.

Konzernweit stieg der Umsatz um 1,9 Prozent auf 10,1 Mrd. Euro, wie die Franzosen am Dienstag in Paris mitteilten. Während die Erlöse im größten Markt Frankreich um 1,6 Prozent nachgaben, legten sie in Spanien vor allem dank der Nachfrage nach schnellem Internet und des Zukaufs des Breitbandspezialisten Jazztel im Jahr 2015 um rund ein Drittel zu. Hier machen die Franzosen gut 12 Prozent ihres Gesamtumsatzes.

Ein Plus von 2,3 Prozent

Beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwirtschaftete das Unternehmen insgesamt wie von Analysten erwartet 3,34 Mrd. Euro – ein Plus von 2,3 Prozent. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe, hätte der Wert stagniert. Den Jahresausblick für ein Wachstum beim operativen Ergebnis bestätigte das Management.

In der französischen Heimat ging allerdings der heftige Konkurrenzkampf weiter, die Umsätze mit Mobilfunkdienstleistungen schrumpften hier um 5,2 Prozent. Anfang April hatte Orange Gespräche zum Kauf der Telekomsparte des Mischkonzerns Bouygues abgeblasen.

Preisdruck

Seit Jahren suchen die vier Mobilfunkanbieter im Land nach Wegen, dem vom Billiganbieter Free ausgelösten Preisdruck zu entweichen. Gespräche scheiterten aber entweder, oder – wie im Fall des Verkaufs der Nummer zwei SFR an den Kabelkonzern Numericable – führten nicht zur Reduktion der Zahl der Mobilfunkanbieter, die um die Kunden buhlen. (APA, 26.7. 2016)

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