US-Demokraten: Politischer Super-GAU

Kommentar25. Juli 2016, 17:39
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Die von den Demokraten zur Schau gestellte Einigkeit ist nicht einmal mehr Fassade

Was muss Donald Trump tun, um Präsident zu werden? Gesund bleiben! Fast hat es den Anschein, als wäre es unmöglich, den Siegeslauf des umstrittenen und schrillen US-Republikaners zu beenden. Und nun haben ihm ausgerechnet die Demokraten eine Rutsche gelegt, um das Rennen ums Weiße Haus im November tatsächlich zu gewinnen.

Eigentlich wollten die Demokraten jetzt unverbrüchliche Einigkeit demonstrieren und siegesgewiss-jubelnd die formalen Weichen für Hillary Clinton als erste US-Präsidentschaftskandidatin stellen. Doch der Parteitag in Philadelphia droht zum Super-GAU zu werden. Aus eigener Schuld, denn Debbie Wasserman Schultz und andere Mitglieder des Wahlvorstands intrigierten, wie Wikileaks-Enthüllungen suggerieren, in den vergangenen Monaten massiv gegen Clintons parteiinternen Rivalen Bernie Sanders, obwohl sie verpflichtet wären, unparteiisch zu sein.

Spätestens jetzt muss auch dem letzten Idealisten klar sein, dass die von den Demokraten zur Schau gestellte Einigkeit nicht einmal mehr Fassade ist. Dass Wasserman ankündigte zurückzutreten – aber erst nach dem Parteikonvent –, ist ein Indiz für groteske Realitätsverweigerung. Tatsächlich könnte das eintreten, was der streitbare US-Filmemacher Michael Moore am Wochenende gebloggt hat: "Ich habe niederschmetternde Neuigkeiten für Sie: Donald J. Trump wird im November gewinnen." (Gianluca Wallisch, 25.7.2016)

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