Sanierungsplan für Ukraine-Beteiligung von Siegfried Wolf

25. Juli 2016, 17:08
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Wirtschaftliche Lage von Charkiwer Traktorenfabrik durch Strafverfahren des Geheimdiensts SBU verschärf. Ex-Magna-Manager soll rund 30 Prozent daran halten

Wien/Charkiw – Ein ukrainisches Gericht hat Mitte Juli einem Sanierungsplan der Charkiwer Traktorenfabrik (XTZ) zugestimmt und damit die Einleitung eines Konkursverfahrens verhindert. Die Lage des mit zumindest 41 Mio. Euro verschuldeten Unternehmens, an dem der Österreicher Siegfried Wolf nach eigenen Angaben etwa 30 Prozent hält, hatte sich zuletzt durch Ermittlungen des Geheimdiensts SBU massiv verschlechtert.

Bereits 2015 hatte die Charkiwer Traktorenfabrik (XTZ), die preisgünstige Traktoren für Abnehmer im postsowjetischen Raum produziert, mit einem Jahresverlust von 218 Mio. Hrywnja (7,9 Mio. Euro) abgeschlossen, insbesondere durch einen Einbruch am ukrainischen Markt. Die Lage des traditionsreichen Unternehmens, in dem 2015 etwa 2.800 Mitarbeiter tätig waren, verschlechterte sich aber im laufenden Jahr weiter. Die Schulden betrugen zuletzt zumindest 1,133 Mrd. Hrywnja (41,5 Mio. Euro).

Mit der Entscheidung des Charkiwer Wirtschaftsgerichts vom 14. Juli, die Ende vergangene Woche im öffentlichen Gerichtsregister veröffentlicht wurde, konnte ein drohender Konkurs des traditionsreichen Unternehmens verhindert werden. Das Gericht segnete den vorgerichtlichen Sanierungsplan ab, dem eine Gläubigermehrheit zugestimmt hatte und gab klagsbedingt eingefrorene Bankkonten wieder frei. Der Plan sieht einen Zahlungsaufschub von einem Jahr vor. Der Fabrik, so heißt es in der Entscheidung, soll dadurch die Möglichkeit gegeben werden, Investoren sowie neue Absatzmärkte zu finden, um mit erzielten Gewinnen schließlich vorhandene Schulden begleichen zu können. (APA, 25.7.2016)

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