Werner Schreyer: "Zu kleine Brillen finde ich an Männern schwierig"

Interview26. Juli 2016, 15:15
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Auf einen Plausch mit Werner Schreyer – er hat mit dem Schweizer Brillenlabel Viu eine limitierte Titanbrillen-Kollektion herausgebracht

Werner Schreyer, mittlerweile 46, trägt einen dunkelblauen, zerknitterten Anzug, schwarzes Hemd, die Hosenbeine hat er in die Schuhe gesteckt. Falten haben sich in seine Stirn gegraben, die Brille, für die er seinen Namen hergibt, hängt locker im Hemdausschnitt.

Im Geschäft des Schweizer Brillenlabels Viu in der Neubaugasse stellt sich Schreyer vor und neben seine eigenen Bilder. Und erinnert noch immer an den, der vor zwanzig Jahren als zerstrubbelter James Dean von Simmering die Modewelt eroberte. Mit den Hipstern und ihren Stoffsackerln, die hier heute um ihn herum an ihren Gläsern nippen, hat er hingegen wenig gemein. Eine gute Gelegenheit, Werner Schreyer ein paar Fragen zu Sonnenbrillen zu stellen.

foto: viu
Werner Schreyer als Model für die Brillenkampagne von Viu

STANDARD: Hinter Sonnenbrillengläsern lässt es sich gut verstecken. In welchen Situationen verstecken Sie sich hinter Gläsern?

Schreyer: Wenn ich für mich privat sein möchte – das beginnt schon beim Einkauf im Supermarkt.

STANDARD: Gibt es denn Brillenmodelle, mit denen Männer sich lächerlich machen können?

Schreyer: Oh ja, zu kleine Brillen – vor allem zu schmale Brillen – finde ich immer etwas schwierig.

STANDARD: Und wer trägt Brillen vorbildhaft?

Schreyer: James Dean – oder auch George Clooney.

STANDARD: Sie hängen Ihre Sonnenbrille offensichtlich gern in den Hemdausschnitt. Aber Sonnenbrille ins Haar stecken – geht das oder geht das nicht?

Schreyer: Mit dieser Brille eher nicht, weil sich die Haare in den Bügeln verhaken.

STANDARD: Worin hat denn Ihr Beitrag zu dieser Brille bestanden?

Schreyer: Wir wollten meine abstrakte Malerei in ein Designstück übersetzen. Ansonsten haben wir uns hinsichtlich des Designs an die Sechziger Jahre angelehnt.

STANDARD: Wo bewahren Sie Ihre Brillen auf?

Schreyer: Drei Brillen habe ich im Auto, eine im Nachttisch, eine in der Ablage. Ich verliere übrigens Brillen leider öfter als dass sie mir kaputt gehen. (Anne Feldkamp, 26.7.2016)

  • Werner Schreyer während der Präsentation der Brillenkollektion in Wien
    foto: luca-mercedes stemer für viu

    Werner Schreyer während der Präsentation der Brillenkollektion in Wien

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