Studie: Hasskommentatoren würden im Netz häufig auf ihre Anonymität verzichten

25. Juli 2016, 12:41
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Das Forschungsteam wertete rund 500.000 sozialpolitische Kommentare aus 1.600 Petitionen aus

Zürich/Wien – Eine Studie von Forschenden der Universität Zürich konnte nachweisen, dass Hasskommentare zunehmend von Usern verfasst würden, die unter ihrem vollen Namen agieren.

Das Forschungsteam – unter der Leitung von Katja Rost vom Soziologischen Institut – wertete rund 500.000 sozialpolitische Kommentare aus 1.600 Petitionen der deutschen Plattform www.openpetition.de aus. Die Auswertungen wurden zwischen 2010 und 2013 durchgeführt.

Grund von Verzicht auf Anonymität

Trotz der Bestrebung sozialer Medien und Online-Portale die Sprache der User im Rahmen zu halten, mischen sich auch Hasskommentatoren unter die Nutzer. Anonymität ist dabei zweitrangig. Denn wer darauf verzichtet, präsentiert sich – laut Forscher – im Web glaubwürdiger. (red, 25.7.2016)

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