Clinton-Berater: Russische Hacker gaben interne E-Mails an Wikileaks

25. Juli 2016, 11:41
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Schwere Vorwürfe aus dem Camp der designierten Präsidentschaftskandidatin

Am Freitag veröffentlichte die Whistleblowing-Plattform zigtausende interne E-Mails, die von Servern der US-Demokraten gestohlen worden waren. Robby Mook, Leiter der Kampagne von Hillary Clinton, beschuldigte nun auf CNN russische Hacker, den Datensatz an Wikileaks weitergereicht zu haben. So sollen "staatliche Akteure" hinter dem Einbruch auf Server der Demokraten stehen, sie wollten dort offenbar ein geheimes Dossier über Donald Trump stehlen. Dabei sind ihnen auch zahlreiche E-Mails in die Hände gefallen.

Kampagne behindern

Diese E-Mails, die Wikileaks am Freitag ins Netz stellte, zeigen, wie hochrangige Demokraten die Kampagne des einstigen Kandidaten Bernie Sanders behindern wollten. Die Chefin der Demokraten, Debbie Wasserman-Shultz, musste sogar zurücktreten, da sie sich eigentlich neutral gegenüber allen Vorwahlkampagnen zeigen sollte.

Trump forcieren

Die Unterstützer von Hillary Clinton denken, russische Hacker hätten die Daten an Wikileaks übermittelt, um Clinton zu schaden. Sie soll als unfair und Kandidatin des Establishments porträtiert werden. Russland wolle außerdem Trump als US-Präsidenten forcieren, hieß es vonseiten der Demokraten. Beweise dafür gibt es keine. Daten können über mehrere Wege zu Wikileaks übermittelt werden, das selbst betont, dass es im Idealfall gar nichts über die Identität des Whistleblowers erfahren will. (red, 25.7.2016)

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