Guardian Media Group mit 80 Millionen Euro Verlust

    25. Juli 2016, 11:04
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    Strikter Sparkurs soll den Medienkonzern mit "Guardian" und "Observer" in den nächsten drei Jahren in die schwarzen Zahlen führen

    Wien/London – Die Guardian Media Group mit dem Flaggschiff "Guardian" und dem wöchentlichen "Observer" ist mit einem Rekordminus konfrontiert: Laut einem Bericht der "Financial Times" soll der Jahresverlust vor Steuern bei über 200 Millionen Euro liegen. Operativ soll das Minus im Geschäftsjahr 2015/16, das Ende März zu Ende ging, rund 80 Millionen Euro betragen.

    Die Gründe sind etwa ein Restrukturierungsprogramm, das Mitarbeitern den Abschied aus dem Konzern finanziell versüßt, eine Herabsetzung der Unternehmenswerte und Werbeeinnahmen, die unter den Erwartungen blieben. Auf der anderen Seite fährt die Guardian Media Group digital einen Expansionskurs, indem etwa Portale in den USA und Australien gegründet wurden.

    Wie berichtet verabschiedete die Guardian Media Group im Frühjahr ein Sparpaket mit dem Ziel, in drei Jahren schwarze Zahlen zu schreiben. Auf dem Weg dorthin fallen dem Konsolidierungskurs 270 Jobs zum Opfer. Rund 70 Journalisten sei bis dato der freiwillige Abgang schmackhaft gemacht worden, schreibt die "Financial Times". Damals gingen die Prognosen von einem Minus von 70 Millionen Euro aus.

    Die Guardian Media Group gehört Scott Trust Limited. (red, 25.7.2016)

    • Rekordminus für die Guardian Media Group.
      foto: apa/afp/ben stansall

      Rekordminus für die Guardian Media Group.

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