US-Behörden erlauben Tesla-Autopiloten trotz Unfällen weiter

25. Juli 2016, 10:24
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Statements von Chef der Regulierungsbehörde NHTSA lassen auf weiterhin offene Haltung schließen

Die Unfälle mit teils tödlichem Ausgang, die von der Nutzung des Tesla-Autopiloten verursacht wurden, werden zumindest vorerst keine Konsequenzen für die Legalität dieser Features haben. Das legen zumindest Statements von Mark Rosekind nahe. Rosekind steht der National Highway Traffic Safety Administration vor, die momentan Tesla untersucht. Er sagte auf einer Podiumsdiskussion, dass die Autobranche "nicht auf Perfektion" warten könne, und Menschen "verzweifelt" danach gieren sollten, jedwede Technologie, die Leben rettet, einzusetzen.

Beta-Test

Das insinuiert, dass große IT- wie Autokonzerne auch weiterhin ihre Autopiloten-Features auf US-Autobahnen testen dürfen – auch, wenn diese noch nicht hundertprozentig ausgereift sind. In Deutschland wäre eine Beta-Version derartige Software nicht erlaubt gewesen, sagte das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt vor wenigen Wochen. Tesla betonte stets, dass das Autopilot System noch nicht komplett fertig sei und Lenker aufmerksam sein müssten, auch wenn sie das Feature aktivieren.

Würden die US-Behörden derartige Systeme verbieten, könnte dies einen Wettbewerbsnachteil für IT-Konzerne und Autobauer nach sich ziehen. Selbstfahrende Autos gelten als großes Zukunftsfeld und stehen in ihrer Entwicklung kurz vor dem Durchbruch. (red, 25.7.2016)

  • Tesla-Modelle waren in mehrere Unfälle verwickelt worden
    foto: reuters/mircovic

    Tesla-Modelle waren in mehrere Unfälle verwickelt worden

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