Cornelius Obonya verabschiedet sich als Jedermann

24. Juli 2016, 13:35
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Nach vier Spielzeiten legt der Schauspieler die Titelrolle bei den Salzburger Festspielen zurück

Salzburg – Cornelius Obonya hat genug vom "Jedermann": Nach vier Spielzeiten in der Titelpartie des Hofmannsthal-Klassikers wird der 47-Jährige seine Rolle zurücklegen. "Das ist meine letzte Saison", sagte der Schauspieler am Sonntag in einem Pressegespräch in Salzburg. Das Traditionsstück hatte am Samstagabend seine diesjährige Premiere – wegen Regens nicht auf dem Domplatz, sondern im Großen Festspielhaus.

Der richtige Moment, um aufzuhören

Er habe sich schon früh gefragt, wann und wie man ein solches Engagement beende, erinnerte sich Obonya. Das Ende der Festspiel-Leitung von Sven-Eric Bechtolf mit Ende der laufenden Saison sei nun der richtige Moment: "Es ist für mich der Normalfall aufzuhören, wenn diese Intendanz zu Ende geht." Schließlich wolle die neue Intendanz – Markus Hinterhäuser übernimmt die Leitung des Festivals – auch neue Akzente setzen. "Es ist gut, genau dann aufzuhören, wenn es fein ist", resümierte der Künstler.

Intendant Bechtolf würdigte den Kollegen zum vorausgenommenen Abschied als Schauspieler "ohne Zicken und divaeske Anwandlungen", der das ganze Ensemble zusammenhalte. Über die konkrete Zukunftsplanung für den "Jedermann" 2017 wisse er hingegen in keiner Weise bescheid: "Es ist wunderbar, wenn ich außen vor bin – ich genieße das. Ich weiß weder, wer die neue Buhlschaft oder der neue Jedermann wird, noch ob die Inszenierung bleibt."

"Grenzgeniale Wetter-Apps"

In jedem Falle ist derzeit noch nicht die Zeit für Abschiedsschmerz gekommen, ist Obonya schließlich bis 28. August noch zwölf Mal als Jedermann am Domplatz zu sehen – oder im Festspielhaus, sollte das Wetter wieder nicht mitspielen. Die positiven Erfahrungen auf der Bühne seien auch nicht das Einzige, das er aus seiner regenheimgesuchten "Jedermann"-Zeit in Salzburg mitnehme, betonte Obonya: "Ich habe durch den 'Jedermann' einige grenzgeniale Wetter-Apps fürs Handy kennengelernt." (APA, red, 24.7.2016)

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