Britischer Finanzminister stellt Konjunkturprogramm in Aussicht

24. Juli 2016, 11:38
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Hammond fürchtet lange Phase der Unsicherheit nach Brexit-Votum

London – Aus Sorge vor negativen Folgen des Brexit-Votums hat der britische Finanzminister Philip Hammond für den Herbst ein Konjunkturprogramm in Aussicht gestellt. London werde im Herbst eine "fiskalische Antwort geben", sagte Hammond am Sonntag am Rande des G-20-Finanzministertreffens im chinesischen Chengdu.

Die massive Verschlechterung der Stimmung in der britischen Wirtschaft zeige das Ausmaß der Unsicherheit, die das Brexit-Votum ausgelöst habe.

Diese Unsicherheit werde andauern, bis die Verhandlungen mit der EU zum Ausscheiden aus der Europäischen Union abgeschlossen seien, sagte Hammond. "Die Unsicherheit wird erst aufhören, wenn das Abkommen geschlossen ist." Die neue britische Premierministerin Theresa May will den Antrag auf den Austritt aus der EU nicht vor kommendem Jahr stellen, um ihrer Regierung Zeit zu geben, sich für die Verhandlungen vorzubereiten.

Wirtschaftlicher Schaden

Am Freitag veröffentlichte Daten zeigen, dass die Stimmung in der britischen Wirtschaft auf dem niedrigsten Stand seit April 2009 gesunken ist, als die globale Finanzkrise herrschte. Laut dem Marktforschungsinstitut Markit wurden Aufträge storniert oder verschoben, Projekte wurden auf Eis gelegt. Schuld dafür ist demnach das Votum der Briten vom 23. Juni für einen Austritt aus der Europäischen Union. (APA, 24.7.2016)

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