Vesuv und Capri von Waldbränden betroffen

24. Juli 2016, 10:25
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Experten vermuten Brandstifter am Werk

Rom – Italien ist wieder mit einer Notstandslage wegen Bränden in mehreren Regionen konfrontiert. 22 Mal mussten Flugzeuge ausrücken, um Brände in der süditalienischen Region Kampanien zu löschen. Die Brände wüteten in einem Naturschutzpark am Vesuv, sowie auf der Insel Capri, berichteten italienische Medien.

Auch Sardinien und Sizilien sind mit der Plage gestifteter Brände konfrontiert. Nach Angaben des Landwirtschaftsverbands Coldiretti sind auf Sardinien seit Jahresbeginn 1.877 Brände ausgebrochen. Seit Samstag toben Brände unweit von Palermo. Canadair-Maschinen waren zur Löschung der Flammen im Dauereinsatz. In den letzten zwei Tage wurden mehrere Brände auch rund um Rom gemeldet.

Obwohl die Strafen für Waldbrandstiftung sehr streng sind und vier bis zehn Jahre Gefängnis drohen, bleiben Brände nach wie vor eine sommerliche Plage in Italien. Viele Feuer werden aus bauspekulativen Gründen gelegt. Vor allem in Süditalien wolle man dadurch aber auch die staatliche Aufforstung erzwingen, berichteten Experten. Für die Forstarbeiten würden dann Arbeitslose aus der Region eingesetzt. In vielen Gegenden in Süditalien liegt die Arbeitslosigkeit bei weit über 25 Prozent. Jeder zweite Jugendliche ist ohne Job. (APA, 24.7.2016)

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