Telekom Austria: Ergebnis im 1. Hj auf 232 Mio. Euro eingebrochen

22. Juli 2016, 18:27
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Nettoergebnis im 2. Quartal deutlich gestiegen – Dividende von 5 auf 20 Cent je Aktie erhöht

Die Telekom Austria musste im 1. Halbjahr 2016 einen Rückgang beim Betriebsergebnis von 9,8 Prozent auf 231,7 Mio. Euro verkraften. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gab um ein Prozent auf 663,6 Mio. Euro nach. Beim Umsatz gab es ein Minus von 1,2 Prozent auf 2,04 Mrd. Euro.

Starke Entwicklung in Österreich

Die Telekom betonte Freitagabend bei Bekanntgabe der Geschäftszahlen, dass das Nettoergebnis im 2. Quartal um 4,9 Prozent auf 82,4 Mio. Euro gestiegen ist. Dies sei auf die starke Entwicklung in Österreich und die Nachfrage nach Festnetzprodukten bei den Töchtern in Südosteuropa zurück zu führen. Im Halbjahresvergleich war aber das Nettoergebnis um 4,6 auf 163,4 Mio. Euro zurück gegangen.

Dividende von 20 Cent

Am Freitag hatte die teilstaatliche Telekom bekannt gegeben, aufgrund der guten Entwicklung des Unternehmens die Dividende von 5 auf 20 Cent je Aktie anheben zu wollen. Davon profitiert auch Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP), denn der Staat hält an der Telekom noch 28,4 Prozent. Aus Aufsichtsratskreisen hieß es zur APA, dass insbesondere die Vertreter des Staates auf eine Dividendenerhöhung gedrängt haben.

Telekom Austria-Konzernchef Alejandro Plater betonte am Freitag bei Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses 2016, dass es sowohl beim Umsatz als auch beim Vorsteuerergebnis unter Berücksichtigung von Sondereffekten positive Geschäftszahlen gebe. "Bereits das dritte Quartal in Folge liegen wir mit dem Ergebnis über den Markterwartungen", so Plater.

Leichter Rückgang an Mobilfunkkunden

Den während Umsatz und Ebitda aufgrund geänderter Berichterstattung zurückgehen würden, verzeichnete der Konzern einen gruppenweiten Anstieg der Kundenbasis. "Unter Berücksichtigung der M&A-Aktivitäten wächst der Umsatz um 2,3 Prozent und das Ebitda um 1,3 Prozent. Da sich das Markumfeld in der ganzen Branche weiterhin stark verändern wird haben wir die Investitionen um fast 20 Prozent angehoben", so Plater.

Im ersten Halbjahr 2016 verzeichnete die Telekom Austria Group einen leichten Rückgang an Mobilfunkkunden, da Zuwächse in Österreich und Slowenien die Rückgänge in den anderen Segmenten nicht ausgleichen hätten können. "Im Allgemeinen ist auf den CEE-Märkten ein Trend von Prepaid- zu Postpaid-Angeboten zu beobachten", so Plater, der seit dem Sommer des Vorjahres den heimischen Marktführer vorsteht. In Österreich ging der Umsatz pro Kunde im Monat um 6,7 Prozent auf 14,5 Euro zurück.(APA, 22.7. 2016)

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    foto: apa
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