Wissenschafter machen Titan viermal härter – Suche nach Dunkler Materie weiter ohne Erfolg

23. Juli 2016, 07:00
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Wissenschafter machen Titan viermal härter

Houston – Titan gilt heute in vielen Bereichen wegen seiner besonderen Härte als bevorzugtes Material – nicht zuletzt in der Medizin: Man denke nur an künstliche (Hüft-)Gelenke. Es geht es aber noch härter, schreibt ein Team um die Physikerin Emilia Morosan (Rice University) im Fachblatt Science Advances: Gibt man dem Metall bei hohen Temperaturen ein Viertel Gold hinzu, bildet es eine Legierung, die viermal so hart ist wie Titan und weit widerstandsfähiger als die meisten Spezialstähle. In ersten Versuchen erwies sich die Kombination im Vergleich zu Titan nicht nur als stabiler, sondern zudem auch noch als biokompatibler. (red)

Abstract
Science Advances: "High hardness in the biocompatible intermetallic compound β-Ti3Au"

Suche nach Dunkler Materie weiter ohne Erfolg

Sheffield – Wissenschaftliche Jagden nach mysteriösen Teilchen sind weitaus frustrierender als Pokémon Go. Als besonders frustrierend erweist sich die Suche nach den geheimnisvollen Teilchen der Dunklen Materie. Nun meldeten Physiker des Large Underground Xenon ("Lux") bei einer Fachkonferenz in Sheffield, dass ihre Experimente im Untergrundlabor im US-Bundesstaat South Dakota erfolglos geblieben sind. Der "Lux"-Detektor, dessen letzter Suchlauf von Oktober 2014 bis Mai 2016 dauerte, war der bisher sensibelste seiner Art – und schlug dennoch nicht an. (red)

Link
Phys.org: "World's most sensitive dark matter detector completes search"

Was junge Ohrwürmer in großer Not fressen

Mainz – Ohrwürmer gehören für viele zu den ekligeren Insekten. Tatsächlich sind die weitverbreiteten Sechsbeiner etwa im Vergleich zu Bienen oder Ameisen nicht gerade Meister der Hygiene. Wie Maximilian Körner (Uni Mainz) im Fachblatt Behavioral Ecology berichtet, ernähren sich die Jungtiere bei Hunger gerne mit dem Kot ihrer Artgenossen. (red)

Abstract
Behavioral Ecology: "Growing up with feces: benefits of allo-coprophagy in families of the European earwig"

Link
New Scientist: Eating each other’s faeces helps earwig young survive famine

(23.7.2016)

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