IOC: Weitere 45 Athleten bei Olympischen Spielen positiv getestet

22. Juli 2016, 13:16
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30 davon betreffen die Spiele in Peking 2008, die restlichen entfallen auf London 2012

Lausanne – Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am Freitag bekanntgegeben, dass bei der zweiten Welle der Doping-Nachkontrollen der Sommerspiele 2008 in Peking und 2012 in London weitere 45 Athleten positiv getestet worden sind. 30 davon betreffen die Spiele in Peking, 15 entfallen auf London. Die Namen der Betroffenen gab das IOC nicht bekannt.

Die Athleten aus mehreren Nationen und Sportarten sowie die jeweiligen Nationalen Olympischen Komitees und Sportverbände seien informiert worden, hieß es. Nun könne mit den Disziplinarverfahren begonnen werden. Allen Betroffenen werde die Teilnahme in Rio de Janeiro untersagt.

1.243 Nachtests von Peking und London

Mit den Ergebnissen der zweiten Welle an Nachkontrollen erhöht sich die Zahl der bisher bei Nachtests ermittelten Fälle auf 98. 1.243 Proben von Peking und London seien bisher nachgetestet worden. Man habe sich bei den Analysen mit verbesserten Methoden auf Medaillengewinner konzentriert, erklärte das IOC, das außerdem weitere nachträgliche Kontrollen in den kommenden Wochen ankündigte.

Österreich und Deutschland nicht betroffen

Das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) ist nicht von den 45 positiven Nachtests betroffen. Bis Freitagnachmittag habe man jedenfalls keine diesbezügliche Mitteilung des IOC erhalten. "Wir wissen von nichts, gehen davon aus, dass kein Österreicher betroffen ist", sagte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.

Selbiges gilt für Deutschland. Nach Angaben des Deutschen Olympischen Sportbundes gehört die Dachorganisation ebenfalls nicht zu jenen, die wegen betroffener Sportler informiert worden sind. (APA, 22.7.2016)

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