Jede Menge falsche Fünfziger im ersten Halbjahr eingezogen

22. Juli 2016, 11:44
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Laut OeNB wurden imitierte Euro-Scheine im Nennwert von 406.000 Euro in Österreich aus dem Verkehr gezogen

Wien / Frankfurt – In Österreich sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 6.150 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen worden. Das waren laut Nationalbank (OeNB) um 37 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2015. Verglichen mit dem zweiten Halbjahr 2015, als 4.737 Imitationen registriert wurden, gab es allerdings ein kräftiges Plus.

Der Nennwert des im ersten Halbjahr 2016 sichergestellten Falschgelds betrug nach Angaben der OeNB vom Freitag 406.000 Euro. Im ersten Halbjahr 2015 waren es 488.145 Euro, im zweiten Halbjahr 310.295 Euro.

Das "Blüten"-Minus im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2015 geht zu einem guten Teil auf die Einführung neuer 20-Euro-Banknoten mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen Ende des vergangenen Jahres zurück. Imitationen "alter" Zwanziger waren nämlich mitverantwortlich für den damaligen sprunghaften Anstieg an Fälschungen. 9.765 in Österreich aus dem Verkehr gezogene Scheine stellten damals eine Rekordzahl dar. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2104 waren 3.873 gefälschte Euro-Scheine mit einem Nennwert von 234.610 Euro aus dem Umlauf gezogen worden.

50er am öftesten gefälscht

Laut der aktuellen Statistik der OeNB war die 50-Euro-Banknote mit 3.214 Stück die am häufigsten gefälschte Stückelung. Auch dieses Phänomen könnte bald der Vergangenheit angehören. Im Frühjahr 2017 werden nämlich neue 50-Euro-Scheine in den Umlauf gebracht. Der falsche Fünfziger lag in den vergangenen sechs Monaten auch international an der Spitze der Imitationen: 48 Prozent der Fälschungen entfielen laut Europäischer Zentralbank (EZB) auf diese Stückelung. Insgesamt wurden laut EZB 331.000 gefälschte Euro-Banknoten sichergestellt.

Der Schwerpunkt des Falschgeldaufkommens in Österreich lag laut OeNB mit 42 Prozent unverändert im Ballungsraum Wien. Die Wahrscheinlichkeit, mit einer imitierten Banknote in Berührung zu kommen, ist allerdings verschwindend gering: Die Nationalbank hat im ersten Halbjahr 752 Millionen Banknoten auf ihre Echtheit geprüft.

Mehr Blüten in Deutschland

In Deutschland war hingegen mehr Falschgeld im Umlauf. Im ersten Halbjahr seien rund 45.700 Blüten im Wert von 2,3 Millionen Euro eingezogen worden, teilte die Bundesbank am Freitag mit. Das sind 1,7 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2015. Besonders beliebt unter Fälschern ist nach wie vor der 50-Euro-Schein. Rund 58 Prozent aller Blüten waren laut Bundesbank in den ersten sechs Monaten falsche Fünfziger.

Deutlich zurückgegangen ist hingegen die Zahl der 20-Euro-Blüten. Ihr Anteil an den Fälschungen sank um mehr als zehn Punkte auf 26,8 Prozent. Seit November 2015 ist die neue 20-Euro-Schein im Umlauf, die noch mehr Sicherheitsmerkmale aufweist. Erwartet wird, dass es mit der Ausgabe des neuen 50-Euro-Scheins im April 2017 auch hier weniger Fälschungen gibt. Der Anteil der 100-Euro-Blüten lag im ersten Halbjahr bei 6,6 Prozent – etwa 3000 Fälschungen wurden registriert. (APA, Reuters, 22.7.2016)

  • Mit der Ausgabe einer neuen Variante des 50-Euro-Scheins im April 2017 sollte die Anzahl der Fälschungen wieder abnehmen.
    foto: apa/dpa/matthias balk

    Mit der Ausgabe einer neuen Variante des 50-Euro-Scheins im April 2017 sollte die Anzahl der Fälschungen wieder abnehmen.

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