Nur elf EU-Staaten halten sich noch an Maastricht-Obergrenze

22. Juli 2016, 11:31
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Der öffentliche Schuldenstand in EU ist im ersten Quartal auf 91,7 Prozent gestiegen, Österreichs Staatsschulden auf 86,9 Prozent erhöht

Brüssel/Luxemburg/Wien – Der öffentliche Schuldenstand in der EU ist im ersten Quartal des heurigen Jahres im Vergleich zum letzten Quartal 2015 von 90,7 auf 91,7 Prozent des BIP gestiegen. In der Eurozone ging er dagegen von 85,3 auf 84,8 Prozent zurück. Österreich verzeichnete laut Eurostat-Daten vom Freitag einen Anstieg der Staatsschuld von 86,2 auf 86,9 Prozent.

Insgesamt verzeichneten 16 EU-Staaten einen höheren Schuldenstand, in zwölf gab es einen Rückgang.

Über der 100-Prozent-Grenze lagen sechs EU-Länder, allen voran Griechenland (176,3 Prozent), das allerdings mit einer leichten Verbesserung gegenüber dem vierten Quartal 2015 aufwarten konnte. Weiters Italien (135,4 Prozent), Portugal (128,9 Prozent), Zypern (109,3 Prozent), Belgien (109,2 Prozent) sowie Spanien (100,5 Prozent verschlechtert).

Frankreich knapp unter 100 Prozent

Über der Maastricht-Grenze von maximal 60-Prozent-Verschuldung lagen weitere elf Mitgliedstaaten: Finnland (64,2 Prozent), Niederlande (64,8 Prozent), Malta (65,3 Prozent), Deutschland (71,1 Prozent), Ungarn (77,2 Prozent), Irland (80,4 Prozent), Slowenien (83,6 Prozent), Kroatien (85,8 Prozent), Österreich (86,9 Prozent), Großbritannien (87,7 Prozent) sowie Frankreich (97,5 Prozent).

Insgesamt elf EU-Länder wiesen eine Staatsschulden-Quote von weniger als 60 Prozent auf. Am geringsten ist die Rate weiterhin in Estland (9,6 Prozent), gefolgt von Luxemburg (21,8 Prozent), Bulgarien (30,3 Prozent), Rumänien (37,6 Prozent), Lettland (38,5 Prozent), Dänemark (39,9 Prozent), Litauen (40,1 Prozent), Tschechien (40,4 Prozent), Schweden (42,2 Prozent), Polen (52,0 Prozent) sowie der Slowakei (52,2 Prozent). (APA, 22.7.2016)

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