Marc Janko sieht bei Basel "Luft nach oben"

22. Juli 2016, 10:50
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ÖFB-Teamstürmer nimmt mit erfolgsverwöhntem Schweizer Serienmeister Double ins Visier, Doumbia neuer Konkurrent im Sturm – Super League beginnt mit vier Österreichern, Fragezeichen hinter Jantscher

Basel – Teamstürmer Marc Janko geht mit hohen Erwartungen in seine zweite Saison beim FC Basel. Siebenmal in Folge war der Klub zuletzt Schweizer Meister. "Unser großes Ziel ist es, diese Serie weiter zu prolongieren", sagt Janko vor dem Ligastart am Sonntag (16 Uhr) gegen den FC Sion im Gespräch mit der APA. "Erfolge zu bestätigen ist immer schwieriger."

Die Meisterschaft soll 2016/17 nicht der einzige Titel bleiben. Auf einen Cupsieg wartet Basel schon seit 2012. "Es gibt immer Luft nach oben", sagt Janko. "Und dazu kommen auch noch so nette Ziele wie die Gruppenphase der Champions League." Der Schweizer Meister ist für die Königsklasse im Gegensatz zum österreichischen fix qualifiziert.

Knapp nicht Torschützenkönig

Janko hat sich in der vergangenen Saison mit 16 Ligatoren in Basel eingestellt. "Wenn ich die Elfmeter geschossen hätte, wäre ich wahrscheinlich Torschützenkönig geworden." Nach seiner Oberschenkelverletzung im Saisonfinish schnappte sich der mittlerweile in Salzburg tätige Munas Dabbur (19 Treffer) aber noch die Krone.

Versäumtes in der kommenden Saison nachzuholen steht für Janko nicht im Vordergrund. "Das steht nicht auf meiner Liste." Zuerst gilt es, sich gegen den neuen Sturmkonkurrenten Seydou Doumbia zu behaupten. Der 28-Jährige von der Elfenbeinküste kam vorerst für ein Jahr leihweise von AS Roma, um den zu Schalke 04 abgewanderten Breel Embolo zu ersetzen.

Frisches Blut

"An meiner Ausgangssituation hat sich nicht viel verändert", sagt Janko. Doumbia könne je nach taktischem Konzept wie Embolo auch auf die Seite ausweichen. "Es wird nicht leicht, weil er ein sehr guter und auch erfahrener Spieler ist", so Janko. "Ich traue mir aber zu, dass ich mich auch da durchsetzen kann." Aus Sicht des Klubs sei eine Verjüngung des Teams nachvollziehbar. "Breel ist weg, und ich bin auch schon 33."

Gegen Sion dürfte Doumbia von Trainer Urs Fischer den Vorzug erhalten. Mit einem Platz in der Startformation rechnet Janko aufgrund seiner kurzen Vorbereitung nach der EM, bei der ihm zudem gesundheitliche Probleme zu schaffen machten, zum Ligastart noch nicht. "Es wäre nachvollziehbar, wenn ich Schritt für Schritt herangeführt werden würde."

Hütters Young Boys erste Herausforderer

Im Kampf um Basels 20. Meistertitel gelten erneut die vom früheren Salzburg-Trainer Adi Hütter betreuten Young Boys Bern als erster Herausforderer. Am Ende der Vorsaison lagen 14 Punkte zwischen Meister und Vizemeister. Mit Thorsten Schick hat Hütter im Sommer auch einen Österreicher nach Bern geholt. Der Flügelspieler kam ablösefrei von Sturm Graz.

Dinamo Zagreb an Jantscher interessiert

Zum Saisonstart geht es für die Young Boys am Samstag (20 Uhr) zum FC St. Gallen mit dem Ex-Austrianer Mario Leitgeb. Ob der vierte österreichische Spieler der Super League noch länger erhalten bleibt, ist dagegen offen: Der zu Saisonende formstarke Jakob Jantscher vom FC Luzern soll Begehrlichkeiten geweckt haben, unter anderem beim kroatischen Meister Dinamo Zagreb.

Jantschers Vertrag läuft noch ein Jahr, den Klub hat der 27-Jährige in der Vorsaison mit fünf Toren in den letzten fünf Ligarunden zu einem Europacup-Startplatz geführt. In der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation geht es kommende Woche gegen Sassuolo. Bei der EM in Frankreich war Jantscher nur im abschließenden Gruppenspiel gegen Island (1:2) eingewechselt worden. Transferschluss ist am 31. August. (APA, 22.7.2016)

  • Marc Janko hat im Basler Angriff mit Seydou Doumbia Konkurrenz bekommen.
    foto: epa/georgios kefalas

    Marc Janko hat im Basler Angriff mit Seydou Doumbia Konkurrenz bekommen.

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