Neue Rekorde

23. Juli 2016, 14:00
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Glücklicherweise sind nicht alle Menschen damit beschäftigt, andere umzubringen. Stattdessen halten sie die Luft an oder riskieren ihre Finger

Die Kalenderwoche 29 war nicht die erste des heurigen Jahres, die schlechte Nachrichten gebracht hat. Terror in Nizza und Würzburg, Putschversuch in der Türkei, der zum endgültigen Abgleiten des Landes in ein autoritäres Regime führt, und Sigi Maron ist auch gestorben.

Um nicht völlig den Glauben an die Menschheit zu verlieren, sei an dieser Stelle auf zwei Meldungen der vergangenen Tage verwiesen, die zeigen, dass der Homo sapiens durchaus auch Sinnvolles zusammenbringt. Also, mehr oder weniger Sinnvolles. Da gibt es etwa William Trubridge. Der Herr ist 36, stammt aus Neuseeland und hat nun einen Weltrekord aufgestellt. Auf den Bahamas tauchte er 102 Meter tief – ohne Sauerstoffgerät und ohne Flossen. Wer es nachmachen will, kann schon an Land zu trainieren beginnen – und vier Minuten und 13 Sekunden lang die Luft anhalten.

Mit dem Australier Feliks Zemdegs feierte noch ein zweiter Vertreter der Südhalbkugel einen schönen Erfolg: Er gewann in Prag die Europameisterschaft. Und zwar jene im Speedcubing. Ein Sport, der Erinnerungen an die 1980er-Jahre weckt – geht es dabei schließlich darum, den von Erno Rubik ersonnenen Zauberwürfel so schnell wie möglich zu lösen.

Die gute Nachricht: Das geht schneller, als 102 Meter tief zu tauchen. Die schlechte: Als Normalsterblicher bricht man sich dabei wahrscheinlich die Finger. In seinem besten Versuch erledigte Zemdegs die Aufgabe in 6,34 Sekunden. Was ziemlich langsam ist: Den Weltrekord hält der 14-jährige US-Amerikaner Lucas Etter. Er brauchte 4,9 Sekunden. (Michael Möseneder, 23.7.2016)

  • In Prag wurde die Europameisterschaft im Speedcubing ausgetragen.
    foto: apa / dpa / patrick pleul

    In Prag wurde die Europameisterschaft im Speedcubing ausgetragen.

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