Curiosity darf ab jetzt selbst entscheiden, worauf er seinen Laser abfeuert

22. Juli 2016, 10:12
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Neue Software erlaubt dem Marsrover eigenständige Untersuchung von Gesteinen

Washington – Der Marsrover Curiosity der Nasa ist um ein bedeutendes Stück eigenständiger geworden. Wie die US-Raumfahrtbehörde am Donnerstag mitteilte, kann sich der Roboter künftig die Ziele für seinen Laserspektrometer selbst aussuchen, eine Premiere für die Planetenforschung: Laut Nasa ist es das erste Mal, dass die entsprechende Technik auf einer Planetenmission angewandt wird.

Mit dem Lasersensor ist der Rover dazu in der Lage, aus bis zu sieben Metern Entfernung festzustellen, woraus beispielsweise ein Stein zusammengesetzt ist. Dafür misst ein hochauflösendes Teleskop auf dem Rover die Wellenlängen der reflektierten Laserpulse, von denen man dann auf die Komposition der anvisierten Gesteine schließen kann. Rund 1.400 Untersuchungsziele hat Curiosity in den vergangenen vier Jahren seiner Mission schon analysiert und dabei insgesamt 350.000 Laserpulse abgefeuert.

Hilfreiche Selbstständigkeit

Mithilfe einer nun installierten Software kann Curiosity seine Untersuchungsziele automatisch aussuchen, beispielsweise aufgrund von Größe oder Farbe. Die meisten Ziele legen allerdings immer noch die Nasa-Wissenschafter fest. "Die Selbstständigkeit ist aber besonders hilfreich, wenn es schwierig ist, das Wissenschafter-Team einzubinden – während einer langen Fahrt zum Beispiel", sagte Nasa-Forscherin Tara Estlin. (APA, red, 22.7.2016)

  • Curiosity, hier auf einem Selfie vom vergangenen Oktober, ist nun weitgehend Herr über sein "Lasergeschütz", mit dem er die Zusammensetzung von Gestedinen untersuchen kann.
    foto: reuters/nasa

    Curiosity, hier auf einem Selfie vom vergangenen Oktober, ist nun weitgehend Herr über sein "Lasergeschütz", mit dem er die Zusammensetzung von Gestedinen untersuchen kann.

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