Automobilbranche will durch autonomes Fahren bis 2035 stark wachsen

22. Juli 2016, 10:10
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Marktvolumen soll nach A.T.-Kearney-Studie bis 2035 auf 560 Mill. Dollar ansteigen – Österreichs Automobilzulieferer könnten profitieren

"Autonomes Fahren wird den ersten großen Wachstumsschub des 21. Jahrhunderts auslösen", so A.T.-Kearney-Leiter Ralf Kalmbach in einer Pressemitteilung am Donnerstag. Dieser Schub soll zwar das Marktvolumen der Automobilbranche bis 2035 auf 560 Milliarden US-Dollar steigern. Allerdings wäre dann jeder "klassische Autobauer" nur mehr ein kleines "Stück vom 560-Milliarden-Dollar-Kuchen".

Aufspaltung erwartet

Aus der Studie von A. T. Kearney geht hervor, dass die Befragten eine Aufspaltung des Fahrzeugmarktes erwarten – in die Segmente Premium, Billiganbieter und Drohnen. Viele Autohersteller werden mit Sonderausstattungen in den Bereichen Unterhaltung, Multimedia und Information ihren Umsatz steigern. Alle Automarken müssen sich dem Beratungsunternehmen zufolge beweisen und auf die richtigen Partner setzen.

Das zunehmende Marktsegment des autonomen Fahrens dürfte großes Potenzial für die österreichischen Zulieferer bergen. Um es auszuschöpfen, sei es wichtig, "über Branchengrenzen hinweg zu denken und zu arbeiten", erklärt A.T.-Kearney-Österreich-Manager Florian Haslauer. Damit meine er besonders "interdisziplinäre Initiativen, wie beispielsweise des IT- und Automobilclusters in Oberösterreich".

Sicherer

Aus der Studie geht auch hervor, dass autonomes Fahren sicherer sein und zu einem Rückgang von bis zu 70 Prozent bei den Verkehrsunfällen führen könnte. Zudem würden die Unterhaltskosten durch geringere mechanische Beanspruchung sowie der Energieverbrauch durch neue Antriebssysteme sinken.

Die Studie vom Unternehmensberater A. T. Kearney heißt "How Automakers Can Survive the Self-Driving Era". Die über 150 befragten Automobilberater beantworteten anhand welcher Produkte, Services und Partner-Strategien sowohl Hersteller als auch Zulieferer in dieser neuen Ära überleben könnten. (APA, 22.7. 2016)

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