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ImPulsTanz gewinnt an Fahrt, es geht stürmisch weiter.

23. Juli 2016, 00:00

Dank altbekannter Größen und junger Wilder wird es romantisch dreckig, düster und skurril, auf der Suche nach Wahrheit, Gott und der Welt.

Im Meer der Gefühle bewegen sich die beiden ProtagonistInnen in Anne Teresa De Keersmaekers zweitem Stück des diesjährigen ImPulsTanz Festivals. Während eines nächtlichen Spaziergangs im Mondlicht gesteht eine Frau ihrem Geliebten, dass sie von einem anderen Mann schwanger ist. Er will dem Kind ein Vater sein. Das Gedicht Verklärte Nacht von Wolfgang Dehmel, zur gleichnamigen Komposition von Arnold Schönberg, liefert den Stoff, liefert den Stoff für diese wohl romantischste Performance des Sommers.
24. Juli, 21:30 Uhr + 26. Juli, 21:00 Uhr, Volkstheater

Kaori Ito’s Neugier hat sie schon an viele Orte gebracht. Die Japanerin, die in den USA und Frankreich lebte will es ganz genau wissen und fragt nach bei einem, der es wissen muss: Ihrem Vater. Der Held ihrer Kindheit, die frühere Autorität, auf dessen Augenhöhe sie mittlerweile steht. Dem Künstlerkollegen, der schon lange kurzfristig das Genre wechseln und einmal mit seiner Tochter tanzen wollte, wird dieser Wunsch erfüllt. I dance because I do not trust words ist ein entwaffnendes Stück über eine Eltern-Kind-Liebe.
23. Juli, 21:00 Uhr, Akademietheater

Ebenfalls aus Japan angereist sind die acht Tänzer von Sankai Juku, die höchst konzentriert und mit unwahrscheinlicher Körperbeherrschung die meditative Wirkung des Butoh-Tanzes spüren lassen.
Ushio Amagatsu / Sankai Juku – MEGURI Teeming Sea, Tranquil Land: 29. + 31. Juli, 21:00 Uhr, Volkstheater

Die Abwesenheit von Stillstand, permanente fließende Übergänge zwischen Haut, Kleidung, Raum und Architektur zelebrieren die vier PerformerInnen rund um Georg Blaschke in seinem Stück Fluid Theatre im Leopold Museum – das durch die Zusammenarbeit mit ImPulsTanz in einen kontinuierlichen Austausch mit Performance und Choreografie tritt.
23. + 26. Juli, 18:00 Uhr + 25. Juli, 19:00 Uhr Leopold Museum

In Clara Furey’s und Peter Jasko’s Performance Untied Tales (The vanished power oft he usual reign) geht es ebenfalls um geänderte Machtverhältnisse, Liebe und den tranceartigen Zustand, den diese hervorbringen kann. Die Kanadierin, die auch als Sängerin und Schauspielerin schon die eine oder andere Lorbeere geerntet hat, wird übrigens gemeinsam mit Dirk Stermann die Award Show der [8:tension]-Reihe moderieren.
23. + 24. Juli, 23:00 Uhr, Schauspielhaus

Zu den AnwärterInnen für den Casinos Austria Prix Jardin D´Europe sowie für den FM4 Fan Award zählen Thiago Granato, Sonja Jokiniemi und Berstad/Helgebostad/Wigdel – sie alle zeigen kommende Woche kurzweilige Performances von düster bis skurril. Nach Schätzen im Dunkeln sucht Granato, Jokiniemi ringt nach Worten und debatiert mit Gott und die drei Norwegerinnen lassen es unter der Erde krachen.
Thiago Granato – Treasured in the Dark:
22. Juli, 21:00 Uhr + 24. Juli, 20:00 Uhr, Schauspielhaus

Berstad/Helgebostad/Wigdel – Soil Girl:
25. Juli, 23:00 Uhr + 27. Juli, 21:00 Uhr, Kasino am Schwarzenbergplatz
Sonja Jokiniemi – Hmm: 26. Juli, 19:30 Uhr + 28. Juli, 21:00 Uhr, Schauspielhaus

Wo Florentina Holzinger und Vincent Riebeek die Bühne betreten, wird es wild und mitunter dreckig. Körperflüssigkeiten wie -öffnungen aller Art kommen zum Einsatz und man bewegt sich kontinuierlich in direkter Nachbarschaft zur Schmerzgrenze. Selbiges könnte man über die SchweizerInnen Nils Amadeus Lange, Annina Machaz und Manuel Schweiwiller sagen. Man darf gespannt sein, welches explosive Feuerwerk sich bei dieser erstmaligen Zusammenarbeit, Body + Freedom, entfalten wird. Ebenfalls wild wird es bei Ivo Dimchevs erster Oper Operville, die er gemeinsam mit Plamena Girginova und Nikolay Voynov zum Besten gibt.
27. Juli, 23:00 Uhr + 29. Juli, 21:00 Uhr, Odeon
Ivo Dimchev – Operville: 25. Juli, 21:00 Uhr, Akademietheater

Glaubt man den Nachrichten, lauft es mehr schlecht als recht auf dieser Welt. Von Kriegen, Flucht und Unmenschlichkeiten aller Art wird täglich berichtet – warum eigentlich nie von der Liebe? Diese Frage stellt sich die Ich bin O.K. Dance Company, das in den Medien Dargebotene nicht als ganze Wahrheit gelten lassen wollend. Ein Stück voller Humor und Hoffnung, dargestellt von 11 TänzerInnen mit und ohne Behinderung.
Kein Stück Liebe
: 27. Juli, 21:00 Uhr, Akademietheater

Um die persönlich kreierte, laut Nietzsche individuell aus Metaphern zusammengereimte Wahrheit geht es auch bei Peter Stamer und Frank Willens. Nietzsches Text über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne wird herangezogen, um diesen Konflikt vor Publikum zu beleuchten.
On Truth and Lie in an Extra-Moral Sense: 28. Juli, 21:00 Uhr + 29. Juli, 19:00 Uhr, mumok

Programm & Tickets unter www.impulstanz.com

  • Anne Teresa De Keersmaekers – ROSAS Verklärte Nacht © Anne Van Aerschot

    Anne Teresa De Keersmaekers – ROSAS Verklärte Nacht © Anne Van Aerschot

  • Kaori Ito – I dance because I do not trust words © Gregory Batardon

    Kaori Ito – I dance because I do not trust words © Gregory Batardon

  • Georg Blaschke – Fluid Theatre © Klemens Waldhuber

    Georg Blaschke – Fluid Theatre © Klemens Waldhuber

  • Clara Furey und Peter Jasko – Untied Tales © Francis Ducharme

    Clara Furey und Peter Jasko – Untied Tales © Francis Ducharme

  • Sonja Jokiniemi – Hmm © Timo Wright

    Sonja Jokiniemi – Hmm © Timo Wright

  • Holzinger, Lange, Machaz, Riebeek, Scheiwiller – Body + Freedom © Thomas Lenden

    Holzinger, Lange, Machaz, Riebeek, Scheiwiller – Body + Freedom © Thomas Lenden

  • Kein Stück Liebe © Laurent Ziegler

    Kein Stück Liebe © Laurent Ziegler

  • Peter Stamer – On Truth and Lie in an Extra-Moral Sense © eSeL

    Peter Stamer – On Truth and Lie in an Extra-Moral Sense © eSeL

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