Froome mit Riesenschritten Richtung Triumph

21. Juli 2016, 17:49
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Brite gewinnt das Bergzeitfahren nach Megève und baut seine Gesamtführung weiter aus

Megève – Christopher Froome ist sein Sieg bei der 103. Tour de France wohl nur noch durch ein Wunder zu nehmen. Ein erneuter Galaauftritt beim Bergzeitfahren am Donnerstag brachte dem Briten nicht nur den Erfolg, sondern auch knapp vier Minuten Vorsprung in der Gesamtwertung ein. Auf dem 17 Kilometer langen Teilstück von Sallanches nach Megeve lag Froome erst zurück, am Ende jubelte er aber doch wieder.

Verfolger erneut abgeschüttelt

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht und die rechte Faust zum Himmel gestreckt, beendete Froome die 18. Etappe. Die Freude scheint berechtigt, distanzierte er doch seine Verfolger und das gesamte Feld ein weiteres Mal. Zweiter wurde der Niederländer Tom Dumoulin, der heuer bereits den ersten Kampf gegen die Zeit auf der Tour gewinnen konnte, dahinter reihte sich der Italiener Fabio Aru als Dritter ein.

Die 3:52 Minuten Vorsprung auf den Niederländer Bauke Mollema lassen Froome nun relativ gelassen den restlichen 405,5 Kilometer bis zum traditionellen Ziel, den Champs-Elysees, entgegen sehen. Dem Gesamt-Dritten Adam Yates fehlen vor den letzten drei Etappen 4:16 Minuten. Nairo Quintana – vor dem Tourstart als Froomes härtester Rivale ausgerufen – enttäuschte neuerlich. Der Kolumbianer müsste bereits 4:37 Minuten auf den Briten gutmachen.

Um die Richtzeit von Dumoulin am Donnerstag zu schlagen, musste sich allerdings auch Froome ins Zeug legen. Die Zeitmessung stoppte Dumoulin bei 31:04 Minuten. Er sei sehr zufrieden, meinte der Niederländer im Ziel: "Ich glaube allerdings nicht, dass es reichen wird, um die Etappe zu gewinnen."

Er sollte recht behalten. Bei der ersten Zwischenzeit betrug Froomes Rückstand allerdings 23 Sekunden. Bei der zweiten Zwischenzeit nach zehn Kilometern lag der zweifache Tourgewinner bereits nur noch zehn Sekunden hinter Dumoulin. Im Ziel war er 21 Sekunden voran. Wie Dumoulin hatte auch Froome auf dem hügeligen Gelände auf eine Zeitfahrmaschine gesetzt. "Ich hatte heute wirklich nicht erwartet, Tom zu schlagen. Einteilung war heute der Schlüssel zum Sieg", sagte Froome nach seinem zweiten Etappensieg auf der diesjährigen Tour.

Österreicher abgeschlagen

Bester Österreicher wurde Georg Preidler als 62. mit 3:16 Minuten Rückstand. Patrick Konrad klassierte sich auf dem 94. Rang, Marco Haller wurde 173. Für Routinier Bernhard Eisel blieb nur der 177. und letzte Platz. (APA, 21.7.2016)

Tour de France, 18. Etappe, Donnerstag
(Sallanches-Megeve, Zeitfahren, 17 Kilometer)

1. Christopher Froome (GBR) Sky 30:43 Min.
2. Tom Dumoulin (NED) Giant +0:21 Min.
3. Fabio Aru (ITA) Astana 0:33
4. Richie Porte (AUS) BMC gleiche Zeit
5. Romain Bardet (FRA) AG2R 0:42
6. Thomas De Gendt (BEL) Lotto 1:02
7. Jon Izagirre (ESP) Movistar 1:03
8. Joaquim Rodriguez (ESP) Katjuscha 1:05
9. Louis Meintjes (RSA) Lampre 1:08
10. Nairo Quintana (COL) Movistar 1:10

Weiters:
62. Georg Preidler (AUT) Giant 3:16
94. Patrick Konrad (AUT) Bora 3:49
173. Marco Haller (AUT) Katjuscha 6:19
177. Bernhard Eisel (AUT) Dimension Data 7:22

Gesamtwertung:
1. Froome 77:55:53
2. Bauke Mollema (NED) Trek +3:52
3. Adam Yates (GBR) Orica 4:16
4. Quintana 4:37
5. Bardet 4:57
6. Porte 5:00
7. Aru 6:08
8. Alejandro Valverde (ESP) Movistar 6:37
9. Meintjes 7:15
10. Daniel Martin (IRL) Etixx 7:18

Weiters:
55. Preidler 1:49:49 Std.
60. Konrad 2:00:01
167. Haller 3:35:29
174. Eisel 3:50:09

  • Wer soll Christopher Froome bei dieser Tour de France noch schlagen?
    foto: reuters/jean-paul pelissier

    Wer soll Christopher Froome bei dieser Tour de France noch schlagen?

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