Patentverletzung: "No Man's Sky" droht Ärger wegen "Superformel"

22. Juli 2016, 11:19
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Niederländische Firma sieht widerrechtliche Verwendung in prozeduralem Weltall-Abenteuer

Die Veröffentlichung von "No Man's Sky" ist auf Schiene. Vor kurzem wurde der Titel offiziell fertiggestellt, ein erster Patch für den Releasetag ist in Arbeit. Nun sehen sich die Entwickler allerdings mit Vorwürfen des niederländischen Unternehmens Genicap konfrontiert, berichtet die PC Games.

Sie sollen die von Johan Gielis, Forschungschef bei Genicap, entwickelte "Superformel" verwenden, um in ihrem Spiel künstliche Welten entstehen zu lassen. Daraus macht man auch kein Hehl. Dass man auf die Formel zurückgreift, erklärte man etwa schon vergangenes Jahr gegenüber Business Insider.

Release nicht in Gefahr

Allerdings soll laut Genicap die Verwendung nicht lizenziert worden sein. Während die mathematische Formel an sich nicht patentiert werden kann, wurde allerdings eine "Methode oder Apparatur für die Abbildung natürlicher Szenerie auf einem Unterhaltungsgerät". Das Unternehmen soll außerdem selber an einem Produkt im Spielebereich arbeiten.

Spekulationen über eine Gefährdung des für 9. August angesetzten Releases von "No Man's Sky" sind allerdings verfrüht. Diesen wolle man nicht verhindern, heißt es von Genicap-Gründer Jeroen Sparrow. Man habe Hello Games allerdings ob der mutmaßlichen Patentverletzung kontaktiert, bislang aber keine Antwort erhalten.

Verkaufsstopp theoretisch denkbar

Unmöglich wäre ein Verkaufsstopp für das Spiel allerdings nicht. Sollte es in dieser Sache zu einem Verfahren kommen und Genicap Recht erhalten, könnte das Gericht den Vertrieb von "No Man's Sky" theoretisch untersagen.

Derweil hat Hello Games den zweiten von vier angekündigten, frischen Trailern zum Spiel veröffentlicht. Dieser trägt den Titel "Fight" und widmet sich dementsprechend den Kämpfen im All und den Planeten des gigantischen Universums. (gpi, 22.7.2016)

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  • Die "Superformel" von Johan Gielis ist wesentlich für die prozedurale Erzeugung der Welten in "No Man's Sky".
    foto: no man's sky

    Die "Superformel" von Johan Gielis ist wesentlich für die prozedurale Erzeugung der Welten in "No Man's Sky".

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