Russische Leichtathleten von Olympia ausgeschlossen

21. Juli 2016, 11:29
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Der Internationale Sportgerichtshof hat den Einspruch der 68 Athleten abgelehnt

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat den Ausschluss von 68 russischen Leichtathleten durch den Weltverband IAAF für rechtmäßig erklärt. Das gab die höchste sportrechtliche Instanz am Donnerstag bekannt. Einen entsprechenden Einspruch der 68 Athleten und des russischen NOK lehnte der CAS ab. Eine Urteilsbegründung gab es zunächst nicht.

Das Urteil gilt als wegweisend für eine Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bezüglich einer Sperre aller russischen Sportler für die Olympische Spiele in Rio de Janeiro. Das IOC will sich bis zum kommenden Dienstag äußern.

Die IAAF hatte den russischen Leichtathletikverband (Rusaf) am 13. November wegen massiver Dopingverfehlungen suspendiert. Der Ausschluss war zuletzt am 17. Juni bestätigt worden. Demnach erhielten nur jene russischen Leichtathleten eine Startberechtigung für Olympia und andere internationale Wettkämpfe, die nachweislich im Ausland lebten und nicht dem russischen Dopingsystem unterstanden.

Ausnahmegenehmigungen wurden nur der in den USA lebenden Weitspringerin Darja Klischina und Kronzeugin Julija Stepanowa erteilt. Alle anderen russischen Leichtathleten, darunter Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa, blieben gesperrt und klagten dagegen. (sid, 21.7.2016)

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