US-Geheimdienst untersucht Mordaufruf gegen Clinton

21. Juli 2016, 10:56
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Trump-Anhänger Baldasaro: Ex-Außenministerin sollte wegen Verrats erschossen werden

Washington/Cleveland – Der US-Geheimdienst hat gegen einen informellen Berater und Anhänger des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump Ermittlungen wegen einer öffentlichen Aufforderung zur Ermordung der demokratischen Bewerberin Hillary Clinton eingeleitet. Das Secret Service werde eine "angemessene Untersuchung" gegen den Abgeordneten Al Baldasaro aus New Hampshire übernehmen, so ein Sprecher.

Baldasaro sagte am Dienstag im Rundfunk mit Bezug auf einen tödlichen Anschlag, der während Clintons Zeit als Außenministerin im libyschen Benghazi 2012 verübt wurde, die derzeitige Präsidentschaftsbewerberin gehöre "in die Schusslinie" und sollte "wegen Verrats erschossen werden". Baldasaro trat wiederholt bei Trump-Veranstaltungen auf und beriet den republikanischen Kandidaten bei Fragen der Veteranen der US-Armee.

Wahlkampfleitung distanziert sich

Die Wahlkampfleitung der Republikaner ging auf Distanz zu Baldasaro. "Wir sind nicht einverstanden", sagte Trumps Sprecherin Hope Hicks. Clintons Kommunikationschefin Jennifer Palmieri sagte dem Sender CNN, Trump selbst habe mit seiner "abscheulichen Rhetorik" dazu beigetragen, dass "diese Art von Hass" aus den "Randbereichen der amerikanischen Politik" in den "Mainstream" hineingelangt sei.

Die Republikaner veröffentlichten Ende Juni einen Untersuchungsbericht zu dem Anschlag in Benghazi. Darin werfen die Verfasser Clinton vor, die extremistische Bedrohung damals unterschätzt und falsch dargestellt zu haben. Bei dem Anschlag waren vier US-Bürger getötet worden, darunter US-Botschafter Chris Stevens. (APA, 21.7.2016)

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