Lopatka auf Besuch bei Republikanern in Cleveland

21. Juli 2016, 10:03
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Der ÖVP-Klubchef beobachtet wieder einmal den Wahlkampf in den USA. Trump wär für ihn als US-Präsident nicht wünschenswert

Cleveland/Wien – ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka hält den Republikaner Donald Trump für nicht wünschenswert im US-Präsidentenamt. "Ich wüsste nicht, wo der Beitrag von Trump zum Weltfrieden sein kann", sagte der ÖVP-Politiker, der derzeit als Schaulustiger beim Republikaner-Parteitag in Cleveland weilt.

Lopatka besucht nach eigenen Angaben seit zwei Jahrzehnten vor jeder US-Präsidentenwahl den Parteitag von Republikanern oder Demokraten. Wie bei vergangenen Jahren nahmen auch heuer im Rahmen einer Delegation der Internationalen Demokratischen Union (EDU) Vertreter von Mitte-Rechts-Parteien aus aller Welt teil. Der Vergleich mit der amerikanischen Politik schärfe den Blick auf Europa, sagte der ÖVP-Klubchef.

"Nicht Kandidat der Partei"

Die Stimmung in Cleveland sei deutlich anders als bei früheren Parteitagen der Republikaner, sagte Lopatka. "Man spürt, dass Trump nicht der Kandidat der Partei ist." Auch kämen hauptsächlich negative Wahlbotschaften zum Einsatz. "Der erste Tag war ausschließlich Hillary Clinton gewidmet."

Der ÖVP-Klubchef bemerkt bei seinem USA-Besuch wirtschaftliche Aufbruchsstimmung. Politisch sei eine möglichen Präsidentschaft Trumps aber eher bedrohlich. "In einer Situation, wo jede Woche Polizisten oder Schwarze erschossen werden, ist er nicht einer, der das Land zusammenführen kann. Da ist nicht ungefährlich." Er habe den Sieg eines Republikaners bei den vergangenen Wahlen bisher nie für einen Schaden gehalten. Aber heuer nicht: "Da wäre natürlich Hillary die bessere." (APA, 21.7.2016)

  • Reinhold Lopatka hält Hillary Clinton für die bessere Kandidatin.
    foto: apa/hochmuth

    Reinhold Lopatka hält Hillary Clinton für die bessere Kandidatin.

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