Oberste religiöse Instanz Saudi-Arabiens frischt Pokémon-Fatwa auf

21. Juli 2016, 09:19
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15 Jahre altes Rechtsgutachten sieht Ähnlichkeiten zu Glücksspiel

Noch ist "Pokémon Go" in Saudi-Arabien offiziell noch gar nicht zu haben, doch vorsichtshalber hat die oberste religiöse Instanz des Landes eine 15 Jahre alte Fatwa zu dem Vorgänger des Smartphone-Spiels wieder aufgelegt.

Der Ständige Ausschuss für Forschung und Fatwas stellte das islamische Rechtsgutachten von 2001 am Mittwoch auf seine Website, nachdem es nach eigenen Angaben wegen des Spiels zahlreiche Anfragen erhalten hatte.

Basiert auf Evolutionstheorie?

In der Fatwa wird Pokémon mit einem Glücksspiel verglichen. Weiter heißt es, die Figuren schienen auf der Evolutionslehre von Charles Darwin zu basieren – beides wird vom Islam abgelehnt.

Auch wenn es "Pokémon Go" noch nicht offiziell in dem streng islamischen Königreich gibt, haben sich zahlreiche Menschen bereits illegal die App heruntergeladen. Seit Anfang Juli sorgt das Spiel in vielen Ländern für Furore, es animiert die Spieler, mit ihrem Smartphone durch die Gegend zu laufen und in der echten Welt versteckte Pokemon-Figuren "einzufangen". (APA, 21.7.2016)

  • Die oberste religiöse Instanz in Saudi-Arabien vergleicht das beliebte Spiel mit einem Glücksspiel
    foto: reuters/hanai

    Die oberste religiöse Instanz in Saudi-Arabien vergleicht das beliebte Spiel mit einem Glücksspiel

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