FBI jagt den Produzenten von "Wolf of Wall Street"

20. Juli 2016, 23:30
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Der Filmproduzent und -finanzier Red Granit Pictures soll malaysische Staatsgelder verschoben haben

New York – Auch wenn Leonardo DiCaprio in Wolf of Wall Street ziemlich ausgefuchst als Börsenzocker in Erscheinung tritt: Die besten Geschichten schreibt doch das Leben. In dem Fall geht es um den Produzenten des Blockbusters, die Red Granit Pictures, und Geldflüsse aus Malaysia. Vermögenswerte rund um den Movie sollen jetzt beschlagnahmt werden, wie aus der Klageschrift am Mittwoch hervorgeht. Anlagen im Volumen von einer Milliarde Dollar seien betroffen.

Es geht um Kinoerlöse, Immobilien und Kunst. In den Film sollen vom Staatsfonds 1MDB abgezweigte Mittel geflossen sein, schreibt Bloomberg unter Berufung auf einen Akt des Justizministeriums, der beim Bundesgericht von Kalifornien eingebracht worden sei. Das Wall Street Journal berichtet von einer der größten Beschlagnahmungen, die das FBI jemals geplant habe.

Vier Milliarden veruntreut?

Demnach sollen vier Milliarden Dollar aus dem malaysischen Staatsfonds missbräuchlich verwendet worden. Red Granit Picture dürfte im Zentrum der Geldflüsse stehen: Mitgründer Riza Aziz ist der Stiefsohn von Malaysias Regierungschef Najib Razak.

Die Ermittlungen laufen seit 2013, als 700 Millionen Dollar auf einem Razak-Konto entdeckt wurden. Laut Najib handelte es sich dabei um eine Spende der saudiarabischen Königsfamilie. Das Geld soll großteils zurückgezahlt worden sein. Korruptionsvorwürfe und Rücktrittsforderungen hat Najib bisher abgeschmettert. (as, 20.7.2016)

  • Leonardo DiCaprios Machenschaften als Wolf of Wall Street erscheinen im Vergleich zu den Vorwürfen gegen die Produktionsfirma harmlos.
    foto: ap

    Leonardo DiCaprios Machenschaften als Wolf of Wall Street erscheinen im Vergleich zu den Vorwürfen gegen die Produktionsfirma harmlos.

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