Bologna: Geldwäsche-Ermittlungen gegen Erdogans Sohn verlängert

20. Juli 2016, 16:46
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Geldsummen angeblich illegal nach Italien eingeführt

Bologna – Ein Untersuchungsrichter in der norditalienischen Stadt Bologna hat der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer Verlängerung der Ermittlungen gegen Bilal Erdogan, Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, entsprochen. Dies berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Die Staatsanwaltschaft begründete ihre Forderung mit der Tatsache, dass ein Teil der Untersuchung im Ausland geführt werden müsse, was längere Zeit beanspruche. Gegen den Antrag der Ermittler hatte sich der Anwalt von Erdogans Sohn, Giovanni Trombini gewehrt. Erdogan Junior, der an der Johns-Hopkins-Universität in Bologna ein Doktorat macht, das er aber 2007 unterbrochen hatte, soll illegal beträchtliche Summen aus seiner Heimat nach Italien eingeführt haben.

Der Vorwurf lautet auf Geldwäsche. Aufgenommen wurde die Untersuchung aufgrund der Anzeige des türkischen Großunternehmers Murat Hakan Uzan, Bruder von Cem Uzan, dem Gründer und Chef der türkischen Genc Parti (Junge Partei). Laut Uzan habe sich der junge Erdogan in Bologna aufgehalten, nicht um zu studieren, sondern um die illegalen Geschäfte der Familie zu organisieren. Erdogan Junior hatte im März Bologna verlassen. (APA, 20.7.2016)

  • Bilal Erdogan mit Vater Recep Tayyip.
    foto: ap

    Bilal Erdogan mit Vater Recep Tayyip.

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