Zahl der Schwangerschaften durch IVF gestiegen

20. Juli 2016, 15:30
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2.046 Kinder kamen 2015 nach der Behandlung auf die Welt. Die meisten In-vitro-Fertilisierungen fanden in Wien statt

Wien – Im Jahr 2015 nahmen in Österreich laut dem Wiener Mediziner Andreas Obruca 6.153 Paare die Hilfe von Fertilitätszentren in Anspruch. Dies waren um 15 Prozent mehr als 2014. Dementsprechend seien mehr Schwangerschaften auf diesem Weg erzielt worden: 2.064 oder 13 Prozent mehr als noch im Jahr davor. Geboren wurden 2.046 Babys, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch.

Obruca, der selbst ein Kinderwunschzentrum in Wien leitet, wies darauf hin, dass etwa 62 Prozent der In-vitro-Fertilisierungen (IVF) in Wien durchgeführt werden. Die Novellierung des Fortpflanzungsmedizingesetz im Vorjahr habe die Fertilitätsmedizin zwar für mehr Menschen zugänglich gemacht, die höhere Patientenzahl sei Obruca zufolge jedoch nur zum Teil darauf zurückzuführen. Denn das neue Gesetz erlaube die Eizellspende nur unter bestimmten Umständen.

Spendersamen erlaubt

Seit der Novelle ist In-vitro-Fertilisierungen mit Spendersamen erlaubt, davor war sie nur mit Samenzellen des Partners zugelassen. Die sogenannte heterologe IVF wurde 2015 demnach 251 Mal durchgeführt. Darunter fanden sich hetero- wie homosexuelle Paare. "Die Zahl erfasst jedoch nicht alle lesbischen Paare. Nachdem bei vielen keine medizinische Indikation vorliegt, erhalten sie keine finanzielle Unterstützung durch den IVF-Fonds und werden statistisch nicht erfasst", so Obruca.

Weniger Zwillinge als Ziel

Die Reduktion der Zwillingsrate ist ein wichtiges Ziel der Fertilitätsmedizin, dem die österreichischen Zentren sukzessive mehr und mehr entsprechen. Auch der aktuelle Bericht dokumentiere einen Rückgang der Zwillingsgeburten um 2,1 Prozent. Damit ist jede zehnte Schwangerschaft nach IVF eine Zwillingsschwangerschaft. (APA, red, 20.7.2016)

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