"Pokémon Go": Bosnier gehen trotz Landminen auf Monsterjagd

19. Juli 2016, 18:15
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Warntafeln sollen beachtet werden – auf 1.100 Quadratkilometern sollen noch Minen liegen

Auf der Jagd nach Pokémon wagen sich einige Menschen in Bosnien-Herzegowina selbst in gefährliche Regionen mit Landminen. Nachdem einzelne Spieler von "Pokémon Go" vor den vielen Minenfeldern in diesem Balkanland nicht halt gemacht hatten, warnten Medien und Fachorganisationen in Sarajevo: "Wir bitten die Bürger, die aufgestellten Tafeln wegen der Minengefahr zu beachten."

Noch lange nicht minenfrei

Nach dem Bürgerkrieg von 1992 bis 1995 liegen in dem Land noch auf schätzungsweise mehr als 1.100 Quadratkilometern verborgene Minen. In diesem Jahr sind bereits zwei Minenentschärfer ums Leben gekommen. Zwei weitere kamen mit Verletzungen davon.

Obwohl seit Kriegsende mehr als 3.000 Quadratkilometer entmint worden sind, dürfte es noch bis zum Jahr 2024 dauern, bis Bosnien-Herzegowina minenfrei ist. (APA, 19.07.2016)

  • Auch wenn die Pokémonjagd Spaß macht, sollte man dabei nicht sein Leben riskieren.
    foto: ap

    Auch wenn die Pokémonjagd Spaß macht, sollte man dabei nicht sein Leben riskieren.

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