Imagewandler: Craft-Bier aus Schweden

Kolumne28. Juli 2016, 16:29
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Schweden hat keinen guten Ruf als Bierland. Eine Craft-Brauerei tritt an, das zu ändern

Vom schwedischen Bier meint man zu wissen, dass es vor allem teuer ist. Jedenfalls wenn man es in Schweden kauft und nicht bei uns im Ikea-Shop. Und besseres Bier erwartet man ohnehin aus heimischer Rezeptur – was den schwedischen Braumeistern (von denen einer auch Gösser in Lizenz gebraut hat) gegenüber ungerecht sein mag. Aber Image ist eben Image – und zuletzt hat man eher von Exporterfolgen österreichischer Brauer in Schweden (Salzburger Gusswerk-Bier in Göteborg!) gehört als umgekehrt.

Exporte aus dem Kreislauf heraus

Das könnte sich rasch und nachhaltig ändern: Die Oppigårds Bryggeri hat sich zwar auf regionale Kreislaufwirtschaft in der Region Dalarna in Mittelschweden eingeschworen – aber sie unternimmt auch Exporte aus diesem Kreislauf heraus. Ihr Amarillo Pale Ale kann man etwa im Salzburger Lokal Goodman's (und damit in lokaler Konkurrenz zum Gusswerk!) sowie von der Firma Kalea als Monatsbier bekommen.

Der Name Amarillo verweist auf die amerikanische Hopfensorte mit ihrer leicht nussigen Note, ganz so eng darf man also die regionalen Kreisläufe auch in dieser Beziehung nicht sehen. Lieber: kosten und genießen! Es gibt gleich mehrere IPAs verschiedener Stärke und ein außergewöhnliches Thurbo Stout, das mit 8,7 Prozent kräftig und voll, aber gerade noch nicht süß und daher sehr trinkbar ist. (Conrad Seidl, RONDO, 28.7.2016)

  • Craft-Bier aus Schweden.
    foto: oppigards

    Craft-Bier aus Schweden.

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