Admira in Baku: 2.780 Kilometer bis Maria Enzersdorf

20. Juli 2016, 13:39
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Die Niederösterreicher absolvieren in Aserbaidschans Hauptstadt das Rückspiel der EL-Quali gegen Kapaz Ganja. Die Zuversicht nach dem 1:0-Heimsieg ist groß

Baku/Wien – Admira Wacker Mödling hat seine bisher längste Europacup-Reise angetreten. Das Team verteidigt am Mittwoch (18 Uhr/Livebericht auf derStandard.at) in Aserbaidschans Hauptstadt Baku gegen Kapaz Ganja eine 1:0-Führung in der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation. Gelingt das, treffen die Südstädter auf Slovan Liberec.

Kapaz konnte beim Hinspiel in St. Pölten am vergangenen Donnerstag höchstens mit defensiver Robustheit überzeugen. In der vorigen Runde habe der Gegner im Heimspiel gegen Dacia mit einer offensiveren Taktik allerdings weit besser ausgesehen, sagt Oliver Lederer. Und der Admira-Trainer weiter: "Wir wollen trotzdem unser Spiel durchziehen." Man habe die Möglichkeiten weiterzukommen. "Punkt."

Weil der Verein seine Social-Media-Aktivitäten ausgeweitet hat, werden Geneigte und Interessierte jetzt via Twitter und Instagram über den Trip ans Kaspische Meer auf dem Laufenden gehalten. 2.780 Kilometer von Maria Enzersdorf entfernt herrschen Temperaturen weit über 30 Grad. "Wir sind froh, dass wir in Baku spielen können. Lederer freut sich auf und über Baku, immerhin erspart sich der niederösterreichische Tross so eine dreistündige Busreise nach Ganja. Ballestert wird in der schmucken Dalga-Arena, eröffnet im Jahr 2011 fasst das Stadion 6500 Zuschauer und liegt in Sichtweite des Meeres.

Die Weste ist weiß

Die Admira ist gut in die Saison gestartet, in bisher vier Pflichtspielen (drei in der Europa-League, eines im ÖFB-Cup) gabs drei Siege und ein Unentschieden. Von Reden, dass sich die Zusatzbelastung mittel- und langfristig negativ auf die Leistung in der Bundesliga auswirken könnten, will bei den Südstädtern keiner etwas wissen. "Für uns ist es alle eine neue Erfahrung. Wir werden sehen, wie wir damit umgehen. Aber wir haben uns das erarbeitet, wir wollten das unbedingt erreichen. Sich jetzt hinzustellen und zu sagen, das wird ein Nachteil für uns werden, wäre ein bisschen absurd", sagt Lederer.

Kapitän Daniel Toth ergänzt: "Wir haben einen sehr guten Kader und sehr viele junge Spieler. Der Trainer wird dann entscheiden, wenn der eine oder andere eine Pause braucht. Es ist jeder zu ersetzen bei uns." Auch er selbst. Toth saß im Hinspiel gegen Kapaz nur auf der Bank, schon in Myjava war er erst nach einer Stunde ins Spiel gekommen.

Mögliche Aufstellungen, Europa-League-Qualifikation/2. Runde/Rückspiel:

FC Kapaz Ganja – FC Admira Wacker Mödling (Dalga Arena, Baku, Mittwoch, 18.00 Uhr/live ORF eins, SR Meschkow/RUS). Hinspiel: 0:1 – der Aufsteiger trifft in der 3. Runde der Qualifikation (28. Juli bzw. 4. August) auf Slovan Liberec (CZE).

Kapaz: Simaitis – Akhundov, S. Aliyev, Renan Alves, Rahimov – Baybalaev, Diniev – Gurbanov, Serginho, Dario Junior – Ebah

Ersatz: Karimi – Mammadov, Narimanov, Karimov, Javadov, O. Aliyev, Javadov

Admira: Siebenhandl – Zwierschitz, Strauss, Wostry, Pavic – Lackner, Ebner – Monschein, Knasmüllner, Bajrami – Starkl

Ersatz: Kuttin – Wessely, Toth, Ayyildiz, Sax, Blutsch, Vastic

  • Aserbaidschan ist ein wohlhabendes Land, dem Ölreichtum des Kaspischen Meeres sei Dank. Ausgegeben wird das Geld unter anderem für durchaus spektakuläre Architektur-Projekte, von denen in der Hauptstadt Baku gar viele zu bewundern sind.
    foto: apa/epa/kurtsikidze

    Aserbaidschan ist ein wohlhabendes Land, dem Ölreichtum des Kaspischen Meeres sei Dank. Ausgegeben wird das Geld unter anderem für durchaus spektakuläre Architektur-Projekte, von denen in der Hauptstadt Baku gar viele zu bewundern sind.

  • Das Team von Oliver Lederer hat in der laufenden Saison noch nicht verloren.
    foto: apa/expa/hackl

    Das Team von Oliver Lederer hat in der laufenden Saison noch nicht verloren.

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