EU-2020-Strategie: Keine Fortschritte bei Beschäftigung und Armut

19. Juli 2016, 13:36
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Eine Zwischenbilanz zeigt: Es gibt auch Lichtblicke, etwa bei Schulabbrechern, Treibhausgas-Emissionen und Erneuerbaren Energien

Brüssel – Licht und Schatten offenbart eine am Dienstag vorgestellte Zwischenbilanz über die Ziele der EU-2020-Strategie. In den Bereichen Beschäftigung und Armut gab es Rückschritte. Dagegen nahm der Anteil der frühzeitigen Schulabbrecher ab und deutliche Fortschritte verzeichneten die Bereiche Treibhausgas-Emissionen und Erneuerbare Energien.

Laut Eurostat-Daten ging es von 2008 bis 2014 bei der Erwerbstätigenquote der 20- bis 64-jährigen von 70,3 Prozent auf 69,2 Prozent bergab. 2015 wurde ein Anstieg auf 70,1 Prozent erreicht, das 2020-Ziel liegt allerdings bei mindestens 75,0 Prozent.

Gestiegene Armutsgefährdung

Die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen sind von 116,2 Millionen 2008 auf 120,9 Millionen 2014 angestiegen. 2015 gab es keine Zahlen, das Ziel ist eine Reduktion auf unter 96,2 Millionen 2020.

Bei den frühzeitigen Schulabbrechern konnte die Quote von 14,7 Prozent 2008 auf 11,2 Prozent 2014 und 11,0 Prozent 2015 gedrückt werden. Ziel ist ein Wert von unter 10,0 Prozent 2020.

Die Emission von Treibhausgasen ging von einem Indexwert von 90,3 im Jahr 2008 auf 77,1 im Jahr 2014 zurück. Damit wurde bereits das Ziel 2020 mit weniger als 80,0 verbessert.

Auch beim Anteil der Erneuerbaren Energien geht es aufwärts. Von 11,0 Prozent 2014 auf 16,0 Prozent 2014. Damit könnte bei anhaltender Entwicklung 2020 das Ziel von über 20,0 Prozent erreicht werden. (APA, 19.7.2016)

  • Die Beschäftigung ist nicht so hoch wie in der EU-Strategie vorgesehen. Dafür fällt die Bilanz bei Erneuerbaren Energien positiv aus.
    foto: wien energie/ehm

    Die Beschäftigung ist nicht so hoch wie in der EU-Strategie vorgesehen. Dafür fällt die Bilanz bei Erneuerbaren Energien positiv aus.

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