Umfrage: Brexit-Votum belastet britische Industrie

19. Juli 2016, 10:50
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Die Unternehmen rechnen mit weniger Inlandsaufträgen. Dafür gibt der Pfund-Kursrutsch Hoffnung für Exporte

London – Das Brexit-Votum dämpft die Zuversicht der britischen Industrie. 29 Prozent der Unternehmen rechnen in den kommenden sechs Monaten mit weniger Inlandsaufträgen wegen einer schwächeren Binnenkonjunktur, ergab eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Branchenverbands EEF. Zwölf Prozent gehen davon aus, dass die Bestellungen aus der Europäischen Union (EU) zurückgehen werden.

Genauso viele Firmen rechnen damit, dass die Aufträge von außerhalb der EU zunehmen werden. Insgesamt rutschte die Stimmungsbarometer der Unternehmen sowohl für die eigenen Geschäfte als auch für die heimische Wirtschaft insgesamt auf das niedrigste Niveau seit Beginn der Umfrage vor rund zwei Jahren ab.

Billiges Pfund beflügelt

Hoffnung schöpfen viele Unternehmen aus dem Kursrutsch des Pfund, da ihre Waren dadurch im Ausland billiger werden. 53 Prozent sehen darin eine Chance. Drei Viertel sind aber auch aufgrund der Wechselkursschwankungen besorgt, während jeder dritte Betrieb schon steigende Kosten sieht. Durch den Kursrutsch werden importiere Waren teurer.

Beim Referendum am 23. Juni sprachen sich 17,41 Millionen Briten für einen EU-Austritt aus, 16,14 Millionen dagegen. (APA/Reuters, 19.7.2016)

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