Stöger forciert Dienstleistungsscheck für Asylwerber

18. Juli 2016, 20:39
2 Postings

ÖVP nicht erfreut

Wien – Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) forciert die Idee, den Dienstleistungsscheck für Asylwerber zu öffnen und ihnen damit mehr Möglichkeiten zum Arbeiten zu geben. Dies wäre ein "Motor für die Integration", meinte Stöger im "Kurier" (Dienstag-Ausgabe). Die ÖVP ist über den Vorstoß nicht erfreut.

Der Dienstleistungsscheck wurde als Instrument zur Legalisierung von Arbeiten im Haushalt eingeführt, eine Beschäftigung ist bis zur Geringfügigkeitsgrenze möglich. Geht es nach Stöger, soll der Dienstleistungsscheck per Verordnung Asylwerbern nach drei Monaten im Verfahren ermöglicht werden. Es gehe um Tätigkeiten im "gemeinnützigen und arbeitsmarktneutralen Bereich" wie Reinigung, Kinderbetreuung oder einfache Gartenarbeit in Privathaushalten.

Zwar hat sich die Regierung darauf geeinigt, die Möglichkeiten für gemeinnützige Arbeiten von Asylwerbern auszubauen, im Büro von Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sieht man eine generelle Öffnung des Dienstleistungsschecks aber als falsches Signal. Dies könnte nämlich im Ausland verzerrt als Öffnung des gesamten Arbeitsmarktes wahrgenommen werden und anziehend wirken, befürchtete man gegenüber der Zeitung. (APA, 18.7.2016)

Share if you care.