38 Mordanklagen wegen Einsturzes von Rana-Plaza-Fabrik in Bangladesch

18. Juli 2016, 14:23
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1.138 Menschen starben bei dem Einsturz des Fabrikkomplexes

Dhaka – Gut drei Jahre nach dem Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza in Bangladesch sind im ersten Prozess um das Unglück 38 Menschen wegen Mordes angeklagt worden. Drei weiteren Angeklagten werde Beihilfe zur Flucht des Hauptangeklagten vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Abdul Mannan am Montag.

Der Fabrikkomplex war am 24. April 2013 unter dem Gewicht mehrerer illegal aufgestockter Etagen eingestürzt. Mindestens 1.138 Menschen starben. Im Fall einer Verurteilung droht den wegen Mordes Angeklagten die Todesstrafe. Unter ihnen sind der Rana-Plaza-Besitzer Sohel Rana und seine Eltern, denen das Gebäude zusammen mit ihrem Sohn gehörte.

Angeklagte plädierten auf unschuldig

Die Angeklagten plädierten nach Angaben ihrer Anwälte auf unschuldig und argumentierten, sie hätten den Tod der Fabrikarbeiter nicht gewollt. Sie seien wegen Mordes angeklagt worden, "um die Öffentlichkeit zu beruhigen", sagte einer der Verteidiger, Masum Iqbal.

Erst im vergangenen Monat hatte ein Gericht einen Prozess wegen Missachtung der Bauvorschriften angeordnet. Auch in diesem Verfahren sind Sohel Rana und seine Eltern angeklagt. Mehrere westliche Kleidungsfirmen hatten im Rana Plaza Ware produzieren lassen. Die Katastrophe warf ein Schlaglicht auf die Probleme in den Textilfabriken des südasiatischen Landes, das nach China weltweit die Nummer zwei der Textilexporteure ist. Bis heute wurde für das Unglück niemand verurteilt. (APA, 18.7.2016)

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