Was verdienen Personaler?

19. Juli 2016, 07:19
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Was auf dem Gehaltszettel von Recruitern steht, weiß Kienbaum-Gehaltsexperte Alfred Berger

Rund 158.000 Euro Jahresbrutto werden in Österreich durchschnittlich für die Leitung Human Resources, Personalentwicklung und Compensation gezahlt. Wobei die Spannweite bis auf 87.000 Euro nach unten pendelt, je nach Unternehmen(sgröße). Abteilungsleitungen in diesen Bereichen sind etwa 123.000 Euro Jahresbrutto wert, Teamleitungen 81.000 und Spezialistenfunktionen 49.000. Im Recruiting werden zwischen 46.000 und 60.000 Euro gezahlt, sagt Kienbaum-Gehaltsexperte Alfred Berger.

Auffällig, so Berger: Spezialisten in diesen Bereichen würden eher über dem Markt gezahlt, insgesamt sei die Höhe der Vergütung aber recht konstant geblieben und zeige kaum Ausschläge. Auch zwischen den verschiedenen Branchen zeige sich ein recht einheitliches Bild. In den Spezialistenbereichen sieht Berger vor allem in der Funktion Payroll "einen krisensicheren Job" – diese würde zudem immer mehr Agenden aus dem Arbeitsrecht übernehmen.

Human Resources als Businesspartner

Steigerungen in Gagenfragen gesteht Berger am ehesten im Bereich Compensation & Benefits zu. Personalchefs stehen demnach nicht vor dem großen Plus in absehbarer Zukunft. Allerdings gestalte sich die Positionierung dieses Aufgabenbereiches insofern um, als es zunehmend um Prozesssicherheit der Bereichsthemen gehe und somit um eine engere Kooperation mit dem Controlling. Angesichts der Erfordernisse in der Personalsuche wird wohl auch die Kommunikation näher heranrücken. Zukünftig sieht Berger eine Entwicklung in Richtung Sparringspartner der Geschäftsleitung. Das alte Thema, dass Human Resources als Businesspartner, also als erste Ansprechstelle für die jeweiligen Leiter anderer Bereiche, gesehen werden, sei erfüllt.

Allerdings: Personalverantwortliche in Vorstandsrang oder in der ersten Führungsebene im Board als Signal für die zentrale Bedeutung der sogenannten Humanressourcen für Unternehmen und Organisationen – das ist in Österreich noch selten. (kbau, 19.7.2016)

  • Monetär keine große Aufwertung der Personalfunktion in Sicht.
    foto: apa/dpa/jan-philipp strobel

    Monetär keine große Aufwertung der Personalfunktion in Sicht.

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