Hapag-Lloyd und UASC besiegeln Fusion

18. Juli 2016, 11:51
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Weltweit fünftgrößte Containerreederei entsteht

Hamburg – Die Fusion von Hapag-Lloyd mit ihrem arabischen Rivalen UASC zur weltweit fünftgrößten Containerreederei ist unter Dach und Fach. Die Anteilseigner hätten die Verträge für den Zusammenschluss unterzeichnet, teilte Hapag-Lloyd am Montag in Hamburg mit.

Zunächst sollen die Anteilseigner der arabischen UASC 28 Prozent der Anteile an dem fusionierten Unternehmen bekommen, wie ein Hapag-Sprecher erläuterte. Nach dem Zusammenschluss soll binnen eines halben Jahres eine Kapitalerhöhung folgen, zu der die Hauptaktionäre wie die Stadt Hamburg, der Unternehmer Klaus-Michael Kühne, die chilenische CSAV sowie das Emirat Katar und der saudi-arabische Investmentfonds gemeinsam 400 Mio. US-Dollar (359,45 Mio. Euro) zugesagt haben.

Durch den Zusammenschluss soll Hapag-Lloyd mit dann 237 Schiffen die fünftgrößte Container-Reederei der Welt werden. Die Aktionäre des Hamburger Unternehmens müssen auf ihrer Hauptversammlung der Kapitalerhöhung noch zustimmen. Auch die Genehmigungen der Wettbewerbshüter sowie die Kreditzusagen der Banken stehen noch aus. Beide Unternehmen erwarten, dass die Fusion bis Jahresende vollzogen ist.

Im Juni hatten bereits die Aktionäre der United Arab Shipping Company und der Aufsichtsrat von Hapag-Lloyd dem Vorhaben zugestimmt. Seitdem wurde Details verhandelt.

Die Schifffahrtsbranche steckt seit rund acht Jahren in einer Krise und leidet unter Überkapazitäten und sinkenden Frachtraten. Immer mehr Reedereien schließen sich deshalb zusammen, um ihren Frachtraum besser auslasten zu können. (APA, 18.7.2016)

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