Panne bei Erpressungstrojaner: Opfer sehen Schlüssel, ohne zu zahlen

18. Juli 2016, 09:57
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Den kriminellen Hackern hinter CryptXXX dürfte ein Fauxpas passiert sein

Wer sich den Erpressungstrojaner CryptXXX eingefangen hat, könnte Glück haben: Den kriminellen Hackern hinter dem Verschlüsselungstrojaner ist offenbar ein gravierender Fehler passiert, der Opfer ihre Daten auch ohne Bezahlung entschlüsseln lässt. Wer sich auf der Webseite des Erpressungstrojaners einloggt, sieht in manchen Fällen den Entschlüsselungsschlüssel, ohne Bitcoin überweisen zu müssen. Das berichtet BleepingComputer.com, das sich mit Erpressungstrojanern beschäftigt.

Wohl eine "Fehlfunktion"

Die Ransomware-Experten glauben, dass es sich um eine "Fehlfunktion" handelt. Der Code von CryptXXX sei schon in der Vergangenheit immer wieder fehlerhaft gewesen. So konnte auch Antiviren-Hersteller Kaspersky ein Entschlüsselungstool entwickeln, wie Heise berichtet. Betroffene sollten sich jedenfalls schleunigst auf der CryptXXX-Webseite einloggen, um ihre Daten ohne Bezahlung zu entsperren. Bei den Schlüsseln, die vorab ins Netz gelangen, handelt es sich nämlich nicht um Master-Keys, sondern um individuell erstelle Entschlüsselungsschlüssel. (red, 18.7.2016)

  • CryptXXX zeigt Betroffenen den Entschlüsselungsschlüssel, ohne dass diese bezahlen müssten
    foto: apa/dpa

    CryptXXX zeigt Betroffenen den Entschlüsselungsschlüssel, ohne dass diese bezahlen müssten

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