Flüchtlinge: Serbien verstärkt Grenzschutz mit Polizei-Militär-Teams

18. Juli 2016, 09:48
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Einheiten sollen illegale Grenzübertritte aus Bulgarien und Mazedonien verhindern

Belgrad – Serbien hat am Montag die Kontrolle der Grenze zu Bulgarien und Mazedonien durch gemischte Polizei-Militär-Teams verstärkt. Dadurch sollen illegale Grenzübergänge unterbunden werden. In Serbien halten sich derzeit nach Behördenangaben etwa 2.700 Flüchtlinge auf, zu 85 Prozent aus Afghanistan und Pakistan. Jeweils 30 Flüchtlinge werden täglich legal nach Ungarn durchgelassen.

Per Regierungsentscheidung sollen künftig nur noch jene Flüchtlinge nach Serbien einreisen dürfen, die dort um Asyl ansuchen wollen. Die Behörden haben darüber binnen 30 Tagen zu entscheiden. Flüchtlinge aus Afghanistan und Pakistan hätten allerdings kaum Chancen auf Asyl in Serbien, würden, erklärte Premier Aleksandar Vucic am Samstag.

Nach der De-facto-Schließung der Balkanroute im März hatte Serbien bereits rund 150 Soldaten an die Grenze zu Mazedonien und Bulgarien entsandt. Damals hieß es, dass bei Bedarf weitere 200 zum Einsatz kommen dürften. Es blieb zuerst unklar, wie viele weitere Soldaten durch die jüngste Regierungsentscheidung nun an die Grenze entsandt werden.

Serbische Behörden befürchten offenbar, dass die jüngsten Ereignisse in der Türkei einen weiteren Anstieg der Flüchtlingszahlen bewirken könnten. (APA, 18.7.2016)

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