EIB-Chef ortet Leichenfledderei am Finanzplatz London

18. Juli 2016, 09:14
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Die Europäische Investitionsbank will sich im Falle eines Brexit langsam aus Großbritannien zurückziehen

London – Der Chef der Europäischen Investitionsbank (EIB), Werner Hoyer, fürchtet wegen der Debatte um den Austritt Großbritanniens aus der EU um den Finanzplatz London. "Schon jetzt beginnt die 'Leichenfledderei'", sagte Hoyer der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag). Er gehe davon aus, dass Banken ganze Abteilungen aus Großbritannien abziehen würden, falls die Briten wirklich die EU verlassen.

"Manche Bank wird lieber im Euro-Raum etabliert sein wollen, wenn London keine starke Stellung in der EU mehr hat." Paris wolle nun das Finanzzentrum Europas werden. "Und auch die Frankfurter schlafen nicht."

Die EIB werde sich im Falle eines Brexit langsam aus Großbritannien zurückziehen. "Die laufenden Projekte vollenden wir", sagte Hoyer. Die Bank werde dann aber "deutlich weniger Projekte mit deutlich weniger Volumen finanzieren". Die EIB gehört den EU-Staaten und ist eine große Förderbank. (APA, 18.7.2016)


  • Die Bank of England in London.
    foto: apa/afp/daniel leal-olivas

    Die Bank of England in London.

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