Putschversuch schwerer Schlag für Türkei-Tourismus

18. Juli 2016, 07:40
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Hotelbetreiber an türkischer Riviera und Schwarzmeerküste müssen mit weiteren Einbußen rechnen

Wien – Für den nach zahlreichen Terroranschlägen empfindlich geschrumpften Türkei-Tourismus ist der Putschversuch von Freitagnacht ein schwerer Schlag. Die nach der Massenabwanderung deutscher Urlauber nach Spanien ohnehin geprüften Hotelbetreiber an türkischer Riviera und Schwarzmeerküste müssen mit weiteren Einbußen rechnen.

Am Ausbleiben der zahlungskräftigen Gäste aus Russland dürfte auch die von Präsident Wladimir Putin soeben ostentativ eröffnete Badesaison in der Türkei nichts ändern. Nach der Aufhebung des Verkaufsverbots für Türkei-Reisen werden Russen die Türkei nun nicht wegen politischer Spannungen meiden, sondern aus Sicherheitsgründen. 2015 machten rund 3,46 Millionen Russen und 5,6 Millionen Deutsche Urlaub in der Türkei.

So kulant Reiseveranstalter am Wochenende Türkei-Reisen umbuchten oder Stornos vornahmen: Große Rückholaktionen für Badeurlauber gab es nicht. Die Lage in den Urlaubsresorts sei ruhig, der Putschversuch habe nur Istanbul und Ankara betroffen, sagten Sprecher großer Veranstalter wie Tui. Nur sehr wenige Gäste hätten vorzeitig abreisen wollen. (red, 18.7.2016)

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    foto: reuters/soyturk
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